E-Autos  Weener bekommt erste Stromtankstelle von EWE und Hochtief

| | 22.02.2024 17:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So sollen sie aussehen: die neuen Stromtankstellen von EWE Go und Hochtief. Foto: EWE Go
So sollen sie aussehen: die neuen Stromtankstellen von EWE Go und Hochtief. Foto: EWE Go
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Gute Nachrichten für Fahrer von E-Autos: Der Ausbau der Ladestationen kommt voran – wenn auch im Schneckentempo. Für den Landkreis Leer gibt es jetzt zumindest Grund zur Hoffnung.

Ostfriesland - Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos kommt in Ostfriesland zwar nur in Trippelschritten voran – aber es bewegt sich immerhin etwas. Wie der Oldenburger Energiedienstleister EWE am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, soll im Herbst dieses Jahres in Weener eine gemeinsam von EWE Go und Hochtief finanzierte und betriebene Stromtankstelle mit vier Ladepunkten eröffnet werden – inklusive Gastronomie. Weitere solcher Stromtankstellen sind in Vorbereitung.

EWE und der internationale Baukonzern Hochtief hatten Ende September vergangenen Jahres mitgeteilt, vom Bundesverkehrsministerium den Auftrag zu Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb eines Schnellladenetzes mit insgesamt 850 Ladepunkten in den Regionen Nordwest und West erhalten zu haben. Die Gebiete liegen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg sowie in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In Ostfriesland sind vier Ladestandorte geplant. Diese liegen in Weener, Emden, Uplengen und Wittmund. Grundsätzlich werden nach Angaben der Oldenburger EWE an allen Stromtankstellen sowohl ein gastronomisches Angebot als auch ein Zugang zu Sanitäranlagen vorhanden sein.

Langatmige Suche nach geeigneten Flächen

Viel ist in den zurückliegenden fünf Monaten nicht passiert. Bislang steht lediglich der genaue Standort der Stromtankstelle in Weener fest. Er soll sich nahe der A 31 an der Boenster Straße 25 befinden. Mit dem Bau wurde noch nicht begonnen. „Aktuell stehen noch nicht alle genauen Adressen der Standorte fest, Gespräche dazu laufen derzeit“, so eine Sprecherin von EWE. Hinzukommen sollen zu den vier Ladepunkten in Weener – ältere Autofahrer bevorzugen womöglich den Begriff Zapfsäulen – acht Ladepunkte in Emden, acht in Wittmund, vier in Uplengen und zwölf in Oldenburg.

Hintergrund der ganzen Bemühungen: Um ein flächendeckendes Schnellladenetz in ganz Deutschland aufzubauen, hatte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr Regionen mit insgesamt fast 8000 Schnellladepunkten an 900 Standorten ausgeschrieben. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2030 insgesamt eine Million öffentliche Ladesäulen im Abstand von 60 Kilometern auf Hauptverkehrsstraßen bauen zu lassen. In Niedersachsen gibt es laut Statista knapp 11.000 öffentliche Ladepunkte (Stand Oktober 2023), deutschlandweit waren es gut 108.000. EWE Go betreibt nach eigenen Angaben aktuell mehr als 2200 Ladepunkte deutschlandweit. Da ist insgesamt also noch Luft nach oben.

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