Absage kein Thema  Kickers Emden will Samstag spielen – Matschszenen möglich

| | 23.02.2024 13:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wenn nicht noch extrem heftige Regenschauer über Emden niedergehen, werden die Fußballmatadoren am Samstag die Kickers-Arena betreten. Das Spielfeld befand sich am Freitag in besserem Zustand als vor der legendären Matschpartie im November gegen den TuS Bersenbrück (Foto). Foto: Doden
Wenn nicht noch extrem heftige Regenschauer über Emden niedergehen, werden die Fußballmatadoren am Samstag die Kickers-Arena betreten. Das Spielfeld befand sich am Freitag in besserem Zustand als vor der legendären Matschpartie im November gegen den TuS Bersenbrück (Foto). Foto: Doden
Artikel teilen:

Um 18 Uhr soll die Partie gegen Schöningen im Stadion des BSV angepfiffen werden. Der Gegner und auch die Schiedsrichter scheinen in Sachen Platzverhältnissen sehr tolerant.

Emden - Nein, einen Fußballteppich werden Spieler, Zuschauer und Trainer am Samstag im Stadion des BSV Kickers Emden nicht bewundern können. Auch für filigrane Kabinettstückchen scheint die Basis auf dem Rasen nicht unbedingt gegeben. Aber was für den BSV Kickers, den Gegner FSV Schöningen, die Zuschauer und auch den Staffelleiter viel wichtiger ist: „Wir werden das Spiel durchdrücken können“, formuliert es der Emder Trainer Stefan Emmerling. „Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent.“ Die Emder hoffen nicht nur auf halbwegs passable Verhältnisse, sondern auch auf ähnlichen Zuschauerandrang wie in der Hinserie, als regelmäßig 1500 Zuschauer ins Stadion strömten.

Ab 18 Uhr soll also der Ball in der Partie zwischen Kickers und dem FSV Schöningen unbedingt rollen und der Kickers-Jahresstart in die Oberliga nach zuvor drei Ausfällen in Serie endlich über die Bühne gehen. „Auch der Gegner will unbedingt spielen“, sagt Emmerling. Und die Schiedsrichter sind ebenfalls auf die zu erwartenden Bedingungen eingestellt. Angesichts der dramatischen Terminnot in der Oberliga scheinen die Akteure auf allen Ebenen mittlerweile zu Kompromissen bereit und erwarten keine Spielfelder für gehobene Spielkultur. „Es ist ja überall dasselbe. Auch die Schöninger wissen, wie es bei ihnen aussieht.“

Wetterprognose unsicher

Es drohen also bei schlechter Wetterentwicklung Verhältnisse, die an das legendäre Matschspiel im November gegen den TuS Bersenbrück (Endstand 4:3 für Emden) erinnern könnten. „Im Moment ist der Platz aber deutlich besser“, betont der Trainer.

Aus dem Wetterbericht, der einzelne Schauer prognostiziert, lässt sich schwer herauslesen, wie viele Liter Regen tatsächlich noch auf Emden niederprasseln. Natürlich muss der Ball rollen können. „Etwaige Pfützen werden wir beseitigen“, versichert der Kickers-Coach. Bevor die Protagonisten am Abend mit Stollenschuhen das Stadionfeld betreten, ist also auf dem Platz ein Großeinsatz in Gummistiefeln geplant.

19 Spiele in drei Monaten

Mit Pumpen und Laubbläsern, Schaufeln und Schubkarren wird tagsüber sicher noch gewerkelt. Um eine große Problemzone nach außerhalb zu verlagern, wird der Platz laut Emmerling in der Breite um vier Meter verkleinert. „Aber nicht um 15 Meter wie damals gegen Bersenbrück.“ Beide Teams stellen sich letztlich auf widrige Bedingungen ein. Und die Verhältnisse sind andernorts in der Oberliga kaum besser. Aber wer bis zum 25. Mai – also in knapp drei Monaten – noch 19 Spiele bestreiten muss, wie es auf den BSV Kickers zutrifft, darf in den kommenden Wochen nicht zimperlich sein.

Die Mannschaft von Stefan Emmerling scheint für das zu erwartende Kampfspiel gegen den FSV Schöningen gut gerüstet. Auf dem höher gelegenen Sportplatz des RSV Emden waren auch in dieser Woche Trainingseinheiten auf Rasen möglich. Die Gäste besitzen den Vorteil, in diesem Jahr schon zwei Punktspiele bestritten zu haben. Nach einer 3:5-Niederlage in Delmenhorst folgte ein 2:1-Sieg über den STK Eilvese. Außerdem siegte der FSV im Hinspiel gegen Kickers mit 3:1.

Bei der Mission „Wiedergutmachung“ muss das Emder Trainerteam weiterhin auf die verletzten Efkan Erdogan, Janek Siderkiewicz, Marcell Sobotta und Marcel Bergmann verzichten. Alle anderen Akteure sind bereit für Kampf auf tiefem Boden – und notfalls sogar auf matschigen Zonen. Bersenbrück 2.0 scheint also nicht gänzlich ausgeschlossen.

Ähnliche Artikel