Bremen Darum ist am Mittwoch ein Kampfjet am Bremer Flughafen gelandet
Ein Kampfjet des Typs Eurofighter ist am Mittwochmorgen auf dem Bremer Flughafen gelandet. Der Einsatz steht laut einem Bundeswehrsprecher nicht im Zusammenhang mit der Nato-Übung „Steadfast Defender“.
Es war ein etwas ungewöhnlicher Anblick am Mittwochmorgen am Flughafen Bremen: Dort war ein Kampfjet des Typs Eurofighter gelandet. Das bestätigte ein Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr auf Anfrage dieser Redaktion am Donnerstagmorgen. Die Auswertung der Radardaten habe ergeben, dass ein Kampfflugzeug der Bundeswehr in Bremen zwischengelandet sei.
Der Kampfjet sei Teil des taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ und startete am Mittwochmorgen vom Luftwaffenflugplatz Laage bei Rostock. „Nach erfolgtem Übungsflugbetrieb landete das Luftfahrzeug um 9.52 Uhr Ortszeit auf dem Flugplatz Bremen“, sagt der Luftfahrtamtssprecher. Knapp drei Stunden später verließ der Kampfjet Bremen und landete nach einem erneuten Übungsflug wieder in Laage.
Weiter heißt es auf Anfrage, dass der Flughafen Bremen in Ausnahmefällen auch als Ausweichflugplatz für militärische Luftfahrzeuge fungiert. Deshalb seien Übungsanflüge und Landungen „im Rahmen von Einweisungen, Aus- und Weiterbildungen des örtlichen Feuerwehr- und des Flugsicherungskontrollpersonals“ notwendig.
Ein Zusammenhang mit der Übung „Steadfast Defender“, mit der die NATO sich auf einen Angriff von außen vorbereiten will, habe es nicht gegeben, sagt der Bundeswehrsprecher. Zudem sei der Einsatz „unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen“ erfolgt. Das bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion auch die Deutsche Flugsicherung. „Wenn alles nach Regeln abläuft, dann bekommen wir keine Meldung über einen Einsatz“, sagt Sprecherin Kristina Kelek. Und dies sei der Fall am Mittwochvormittag gewesen. „Für uns war das kein außergewöhnliches Ereignis.“
Derweil informiert die Bundeswehr darüber, dass Beobachtungen aus der Bevölkerung über das Bürgertelefon unter der kostenfreien Rufnummer 0800 8620730 gemeldet werden können.