Neue Fahrradstraßen in Remels  Auf diesen Straßen in Uplengen sollen künftig Radfahrer das Tempo angeben

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 08.03.2024 11:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In Remels könnten künftig Fahrradstraßen – ähnlich diesem Symbolfoto – eingerichtet werden. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
In Remels könnten künftig Fahrradstraßen – ähnlich diesem Symbolfoto – eingerichtet werden. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Uplengen möchte einige Straßen im Gemeindezentrum zu Fahrradstraßen machen. Autos dürfen dann nur noch mit einem berechtigten Anliegen dort entlangfahren. Das ist geplant.

Uplengen - In einigen Straßen in Uplengen könnten Fahrradfahrer in Zukunft vor Autos Vorrang haben. Außerdem sollen dort „Anlieger frei“-Schilder installiert werden. Denn: Die Gemeinde plant, im Zentrum von Remels Fahrradstraßen rund um das Rathaus und die Grundschule Remels einzurichten – und setzt damit einen weiteren Schritt im Radverkehrskonzept um.

Das Vorhaben habe vor allem ein Ziel: „Damit wollen wir die Sicherheit erhöhen“, hatte Malte van Mark, Erster Gemeinderat, kürzlich in einer Sitzung des Verkehrsausschusses erklärt. Denn auf den fünf betroffenen Teilstrecken seien viele Fahrradfahrer – darunter häufig Kinder – unterwegs und es käme regelmäßig zu brenzligen Situationen. Handele es sich um Fahrradstraßen, bliebe Autofahrern nicht anderes übrig als noch achtsamer Fahrrädern gegenüber zu sein.

Um welche Straßen geht es?

Konkret sieht die Gemeinde vor, die Kirchstraße sowie Teile der Uplengener Straße und des Alten Postwegs zu Fahrradstraßen zu machen – allesamt schon jetzt 30-er Zonen, die allerdings von jedem befahren werden können. Sollen die Radfahrer Vorrang haben, sei eine Teileinziehung als Fahrradstraße mit dem Zusatzzeichen „Anlieger frei“ notwendig, erklärte van Mark.

Dies gelte laut Beschlussvorlage für den Alten Postweg zwischen Bismarck- und Schützenstraße und für die Uplengener Straße in etwa von der Kreuzung zur Bismarckstraße bis zur Kreuzung Alter Postweg. Auch in der Straße An der Mühle werde nach aktueller Skizze der Gemeinde die Fahrradstraßen-Regelung gelten. Die Politik sprach sich im Ausschuss einstimmig für die Umsetzung aus.

Worauf müssen sich Autofahrer dann einstellen?

In einer Fahrradstraße sind nur Fahrräder, E-Scooter und Pedelecs, die maximal 25 km/h erreichen, erlaubt, erklärt der ADAC auf dessen Webseite. Aber: Es gibt auch Ausnahmen. Zusatzschilder können Autos und Motorräder zulassen. Ist dies der Fall, dürften sie den Radverkehr laut Straßenverkehrsordnung weder behindern noch gefährden. „Sie dürfen also nicht drängeln, wenn Radler nebeneinander fahren – was hier ausdrücklich erlaubt ist“, schreibt der ADAC.

Durch Zusatzschilder wie dieses kann auch Auto- und Motorradfahrern die Durchfahrt erlaubt werden. Foto: Philip Dulian/dpa
Durch Zusatzschilder wie dieses kann auch Auto- und Motorradfahrern die Durchfahrt erlaubt werden. Foto: Philip Dulian/dpa

In Uplengen dürften also durch das Zusatzschild „Anlieger frei“ auch Kraftfahrzeuge die Strecke befahren. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Voraussetzung ist aber, dass sie ein Anliegen haben, weil sie zum Beispiel jemanden in der Fahrradstraße besuchen wollen. „Dazu gehört auch, ein Kind mit dem Auto von der Schule abzuholen“, erklärte van Mark den Uplengener Ausschussmitgliedern. Wer die Anliegerstraße mit dem Auto unberechtigt befährt, müsse mit einem Verwarnungsgeld von 50 Euro rechnen, heißt es vom ADAC. Wird das Fahrzeug geparkt, ohne Anlieger zu sein, riskiere man ein Verwarnungsgeld ab 55 Euro.

Müssen die Straßen umgebaut werden?

Bis die Fahrradstraßen wirklich eingerichtet werden, dauere es noch etwa ein Jahr, schätzte van Mark. In einem ersten Gespräch mit dem Straßenverkehrsamt sei allerdings schon diskutiert worden, wie sie umgesetzt und gestaltet werden könnten, heißt es in der Beschlussvorlage.

Dabei sei festgestellt worden, dass „keine baulichen Veränderungen der Straßen notwendig sind“. Lediglich entsprechende Verkehrszeichen müssten aufgestellt und Piktogramme auf die Fahrbahn gebracht werden, um auf die Fahrradstraßen hinzudeuten.

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