Hamburg Trump und Biden leisten sich Verwechslungen und Aussetzer – ein Überblick
In den USA läuft alles auf einen erneuten Präsidentschaftswahlkampf zwischen Joe Biden und Donald Trump hinaus. Vor allem die Republikaner betonen immer wieder Bidens Alter und seine Versprecher – dabei fiel auch Trump mehrfach mit unangenehmen Aussetzern auf. Eine Sammlung.
Vor dem sogenannten „Super Tuesday“ waren 73 Prozent der wahlberechtigten Amerikaner der Meinung, Joe Biden sei „zu alt, um ein effektiver Präsident zu sein“. Häufig fällt der 81-jährige Präsident mit Versprechern oder verwirrenden Aussagen auf, stolpert oder stürzt. Für die Konservativen sind diese Momente ein gefundenes Fressen; wobei auch der republikanische Kandidat, der 77-jährige Donald Trump, immer wieder mit wirren Aussagen auffällt.
Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl der auffälligsten und unangenehmsten Versprecher der beiden US-Präsidentschaftskandidaten.
Donald Trump verwechselte am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Virginia Joe Biden mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. Biden war während Obamas zwei Amtszeiten Vizepräsident.
Trump erklärte: „Putin hat so wenig Respekt vor Obama, dass er jetzt mit dem Nuklear-Wort anfängt. Ihr habt richtig gehört. Er fängt an, von Nuklearwaffen zu reden.“ Es ist nicht das erste Mal, dass Trump den momentanen Präsidenten Biden mit seinem eigenen Vorgänger im Amt, Barack Obama, verwechselt. Allein im vergangenen halben Jahr verwechselte Trump die beiden Demokraten dreimal.
Auf einer anderen Wahlkampf-Rallye verwechselte Trump seine Konkurrentin bei den republikanischen Vorwahlen, Nikki Haley, mit der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses und Demokratin, Nancy Pelosi. Während Trump über den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 sprach, führte er aus: „Nikki Haley war da verantwortlich für die Sicherheit. Wir boten ihr 10.000 Leute an, Soldaten, Nationalgarde, was immer sie wollte.“
Zudem verliert Trump immer wieder bei Reden den Faden, verspricht sich und kann seine Gedanken nicht klar ausdrücken. Bei einer Veranstaltung sprach der ehemalige Präsident über die Lage an der US-Südgrenze zu Mexiko. Während Trump dort über die illegale Migration sprach, driftete er ab: „Menschen überschwemmen die Grenze. Das ist bekannt als Steak-Berg. Steak-Hügel. Schlange. Schlangen … sehr viele Schlangen … Klapperschlangen.“
Dieser Aussetzer könnte auf die ähnliche Aussprache der englischen Wörter „Steak“ und „Snake“ (zu Deutsch: Schlange) zurückzuführen sein. Ähnlich wie bei den Versprechern und Aussetzern von Joe Biden versuchen auch die Demokraten diese Fehler von Trump für den Wahlkampf zu nutzen.
Der amtierende US-Präsident Joe Biden wird einerseits seit geraumer Zeit für Versprecher, Aussetzer und Nuscheln in seinen Reden kritisiert. Andererseits erfährt er Bewunderung, weil er als Kind stark gestottert hatte und diese Sprechstörung weitgehend überwand.
Inhaltlich liegt er jedoch zunehmend daneben. Während eines Gesprächs mit Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Biden über Hilfslieferungen für die Palästinenser im Gaza-Streifen. Dabei verwechselte Biden gleich zweimal Gaza mit der Ukraine: „In den kommenden Tagen werden wir uns zusammentun mit unseren Freunden aus Jordanien und anderen, die die Ukraine mit Hilfsgütern aus der Luft unterstützen.“
In einer späteren Pressekonferenz des Weißen Hauses stellte ein Vertreter klar, dass Biden Gaza meinte und nicht die Ukraine. Dabei beschränken sich die Aussetzer Bidens nicht nur auf Länder oder Orte.
Anfang Februar verwechselte der US-Präsident den französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit einem ehemaligen französischen Präsidenten, François Mitterrand. Mitterrand ist seit 28 Jahren tot. Zusätzlich erklärte Biden diesen zum Staatschef Deutschlands, wobei er sich später selbst korrigierte. Kurz danach verwechselt er Angela Merkel mit Helmut Kohl. Außerdem machte er fälschlicherweise den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zum Staatschef von Mexiko.
Im vergangenen Jahr stürzte der 81-Jährige zudem mehrfach in der Öffentlichkeit. So fiel Biden bei einer Absolventenfeier über einen Sandsack auf der Bühne. Knapp zwei Wochen später kippte der US-Präsident bei einem Gespräch mit Passanten von seinem Fahrrad.