Wohnen in Hinte  „Schandfleck“ am Hinter Kirchgang wurde plattgemacht

| | 12.03.2024 16:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Häuser am Hinter Kirchgang wurden abgerissen. Nur das Haus links im Bild bleibt erhalten. Foto: Wagenaar
Die Häuser am Hinter Kirchgang wurden abgerissen. Nur das Haus links im Bild bleibt erhalten. Foto: Wagenaar
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Nach langem Hin und Her tut sich was am Hinter Kirchgang. Der einstige „Schandfleck“ von Hinte wurde dem Boden gleichgemacht. Wie geht es nun weiter?

Hinte - Der einstige „Schandfleck“ von Hinte - die zerfallenen Gebäude am Hinter Kirchgang - wurde dem Erdboden gleich gemacht. Seit Mitte Januar waren schwere Bagger am Werk, um die Häuser abzureißen und um auf dem Areal klar Schiff zu machen. „Die letzten Häuser sind nun weg“, sagt Mauritz Brons. Er steckt hinter der zuständigen Firma „GerBro Immobilien und Grund GmbH“, die er gemeinsam mit dem Emder Bauunternehmer Stefan Gerjets führt. Nachdem der ursprüngliche Investor sein Projekt nicht realisieren konnte, hatten die beiden Geschäftsleute die Grundstücke am Hinter Kirchgang gekauft, um dort Wohnraum zu schaffen.

Ein großes Haus, direkt an der Ecke Brückstraße/Hinter Kirchgang, ist stehengeblieben. Dort befanden sich einmal eine Schlachterei und eine Fischräucherei. Die Investoren wollen das Gebäude erhalten und komplett sanieren. Unter dem Putz befindet sich ein historisches Backsteinwerk, das wieder freigelegt werden soll. Dann füge sich das Gebäude auch gleich wieder ganz anders in die Umgebung ein, so Brons.

Unter dem Putz dieses Hauses befindet sich historisches Backsteinwerk, das freigelegt werden soll. Foto: Wagenaar
Unter dem Putz dieses Hauses befindet sich historisches Backsteinwerk, das freigelegt werden soll. Foto: Wagenaar

Baupläne noch nicht verraten

Die Projektidee des vorherigen Investors - ein großer Gebäudekomplex mit bis zu 18 Wohneinheiten - war an historischen Funden im Boden gescheitert. Diese sollen zwar nicht ausgegraben werden. Sie verhindern aber, dass beispielsweise Pfähle tief in den Boden gerammt werden können, weil das, was möglicherweise im Erdreich schlummert, dadurch zerstört werden könnte. Deshalb dürfen die nun geplanten Neubauten auch nicht allzu hoch gebaut werden.

Der beim Abriss entstandene Schutt muss abtransportiert werden. Foto: Wagenaar
Der beim Abriss entstandene Schutt muss abtransportiert werden. Foto: Wagenaar

Bevor es damit losgehen kann, muss zunächst der Schutt abtransportiert werden. „Da müssen wir jetzt erst einmal aufräumen“, sagt Brons. „Danach fangen wir mit der Sanierung des bestehenden Hauses an.“ Baupläne für die geplanten Neubauten wollte Brons noch nicht preisgeben. „Da befinden wir uns noch in der Abstimmung mit der Gemeinde“, sagt er. Nur so viel: Auf dem Areal seien drei bis vier Neubauten mit insgesamt neun bis zwölf Wohneinheiten geplant. Einige von ihnen sollen alten- und behindertengerecht sein.

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