Berlin  Versprechen bei Maybrit Illner: Hubertus Heil will Rentenniveau auf Dauer festschreiben

Karolin Nemitz
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Von Karolin Nemitz
| 15.03.2024 15:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Hubertus Heil verspricht bei „Maybrit Illner“, dass das Rentenniveau auch nach 2039 auf dem heutigen Stand von 48 Prozent bleiben soll. Foto: ZDF/Thomas Kierok
Hubertus Heil verspricht bei „Maybrit Illner“, dass das Rentenniveau auch nach 2039 auf dem heutigen Stand von 48 Prozent bleiben soll. Foto: ZDF/Thomas Kierok
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Das Rentenniveau soll auch nach dem Jahr 2039 nicht unter 48 Prozent fallen – so das Versprechen von Arbeitsminister Hubertus Heil in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. Dort gab es viel Kritik am Rentenpaket der Ampelregierung.

Bislang ist die Stabilisierung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2039 abgesichert. Heil sagte in der Talkshow am Donnerstagabend: „Wir haben das jetzt erst mal abgesichert bis 2039, aber es steht im Gesetz drin, dass das dauerhaft so sein soll“.

Das bedeutet, wer 45 Jahre lang ein durchschnittliches Einkommen hatte und diese Zeit auch in die Rentenkassen einzahlte, bekommt als monatliche Rente 48 Prozent vom Einkommen des durchschnittlichen Arbeitnehmers. Je mehr der Durchschnittslohn steigt, desto mehr steigen auch die Renten.

Heil betonte, dass es wichtig sei, dass auch zukünftige Generationen sich auf die gesetzliche Rente verlassen können.

Unter dem Titel: „Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten?“ wurde in der Talkshow intensiv über das Rentenpaket diskutiert. Vor allem sprachen die Gäste darüber, dass es viel mehr Geld braucht, um die Rente stabil zu halten. Der Lösung der Ampelkoalition, Kredite aufzunehmen und Geld am Kapitalmarkt anzulegen, stehen manche Gäste kritisch gegenüber.

Der Plan ist für die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer nicht zu Ende gedacht. Sie ist sich sicher, dass die Rendite, die dann für die Rente vorgesehen ist, auf sich warten lässt, da davon noch die Kreditzinsen abgehen. Das bringe dann nur ein halbes Prozent weniger Beitragserhöhung als ohne die Rentenaktie.

Als die Lebensarbeitszeit zu Gespräch kommt, betonte Heil, dass man nicht alle über einen „Kamm scheren“ sollte: „Menschen, die hart in der Pflege oder als Schichtarbeiter arbeiten, werden niemals bis 69 oder 71 Jahre arbeiten können.“

Er vertritt die Ansicht, dass Akademiker wie er und einige andere der Gäste es sind, die erst mit Ende 20 ins Berufsleben starteten, meist auch länger arbeiten können und wollen. Wer hingegen mit 16 Jahren angefangen habe zu arbeiten, dem solle es erlaubt sein, nach 45 Jahren Versicherungsjahren mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen.

Um dies ermöglichen, forderte Heil flexible Übergänge zum Renteneinstiegsalter und er möchte in altersgerechte Arbeitsplätze investieren.

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