Fernsehproduktion am Georgswall  Filmcrew für Ostfriesenkrimi in Aurich

Lasse Paulsen
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Von Lasse Paulsen
| 21.03.2024 19:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Schauspieler in Aktion: Bei den kommenden Folgen soll es emotional werden. Foto: Simon Grohe
Schauspieler in Aktion: Bei den kommenden Folgen soll es emotional werden. Foto: Simon Grohe
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Lastwagen und Transporter standen mit einer Hubbühne und Lampen neben der Ostfriesischen Landschaft. Der letzte Drehtag für die neuen Folgen des Ostfriesenkrimis zog Aufmerksamkeit auf sich.

Aurich - Am Georgswall in Aurich herrscht reges Treiben. Lastkraftwagen und Mietfahrzeuge parken dicht an dicht vor dem Eingang der Ostfriesischen Landschaft. Riesige Scheinwerfer erleuchten die Fassade des Gebäudes von außen, aufgehängt an einer Hubbühne in luftiger Höhe. Überall laufen Mitarbeiter einer Filmcrew durch die Gegend. Der Grund für das geschäftige Treiben: Am Donnerstag war der letzte Drehtag für neue Episoden des Ostfriesenkrimis. Die Szenen wurden im Forum der Ostfriesischen Landschaft gedreht. Produzent Martin Lehwald teilte im Interview mit unserer Zeitung mit, dass hier gleichzeitig die 13. und 14. Episode gefilmt wurden. Darunter waren die Krimis „Ostfriesenhölle“ und „Totenstille im Watt“ vom Norder Autor Klaus-Peter Wolf.

Ein hoher Aufwand ist für gute Bilder manchmal notwendig. Foto: Simon Grohe
Ein hoher Aufwand ist für gute Bilder manchmal notwendig. Foto: Simon Grohe

Die Dreharbeiten starteten am 24. Januar. Das Team benötigte 42 Tage, um die zwei neuen Folgen für die Fans der Ostfriesenkrimi-Serie abzuschließen. Fünf dieser Tage wurden in Aurich verbracht, erinnert sich Lehwald, obwohl er die genaue Zahl nicht mehr ganz genau im Kopf hat. Neben der Ostfriesischen Landschaft war am Mittwoch ein Privathaus Drehort. Auch das Hotel am Schloss wurde für einige Szenen genutzt. Inhaltlich wird zumindest einer der Teile nicht Aurich als Handlungsort haben, verrät der Produzent: „Ich muss sagen, dass die Geschichte in Bamberg spielt.“

Unvollständig in der Mediathek wegen Problemen

Wer die Serie schauen möchte, dem fällt in der ZDF-Mediathek schnell auf, dass die Reihe nicht vollständig ist. Die Folgen fünf und sieben fehlen. Das hat auch einen bestimmten Grund: Laut Lehwald gibt es rechtliche Probleme. Die Folgen elf und zwölf seien zwar auch bereits gedreht, jedoch noch nicht veröffentlicht worden. So können Zuschauer auf eine Wiedereinstellung der fehlenden Folgen hoffen und sich auf die noch nicht veröffentlichten freuen. Immerhin sind inzwischen vier ganze Folgen vorgedreht worden.

So sieht das Filmteam für die Schauspieler aus. Foto: Simon Grohe
So sieht das Filmteam für die Schauspieler aus. Foto: Simon Grohe

Es ist nicht das erste Mal, dass die Ostfriesenkrimis unter anderem in Aurich gedreht wurden. Seit 2016, als die Dreharbeiten für den ersten Ostfriesenkrimi „Ostfriesenkiller“ stattfanden, waren auch Gebäude in der Kreisstadt immer wieder Drehorte für die Filme um die Norder Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen. Schauplätze für Dreharbeiten in Aurich waren unter anderem die ehemalige Blücherkaserne oder auch das Rathaus.

Hauptdarsteller wechselten häufig

Letzteres erhielt von der Filmcrew eine völlig neue Funktion: Der Eingang zum Georgswall wurde mit einer neuen Beschriftung versehen und diente als Eingang zur „Polizeiinspektion in Aurich“. Das auf der anderen Seite des Fischteichwegs gelegene reale Polizeigebäude kam dafür offenbar nicht in Frage. Und auch in Zukunft sind Dreharbeiten in Aurich sicherlich gut möglich. Denn es wurden noch nicht alle Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf verfilmt.

Die Drehorte in Aurich und Norden sind dabei oft beständiger als die Schauspieler, die bei den Filmen mitwirken. Das fängt bei der Hauptdarstellerin an. Im ersten Film wurde Ann Kathrin Klaasen noch von Christiane Paul dargestellt. Es folgten Julia Jentsch und Picco von Groopte.

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