Hamburg  Neue Fragen im Einbürgerungstest sollen Antisemiten entlarven

Henry Borgelt, AFP User
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Von Henry Borgelt, AFP User
| 26.03.2024 13:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Fragen zum jüdischen Leben in Deutschland und dem Existenzrecht Israels sollen in den Einbürgerungstest aufgenommen werden. Foto: dpa | Robert Michael
Fragen zum jüdischen Leben in Deutschland und dem Existenzrecht Israels sollen in den Einbürgerungstest aufgenommen werden. Foto: dpa | Robert Michael
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Der Einbürgerungstest wird um mehrere Fragen zum Holocaust, Israel und dem jüdischen Leben in Deutschland ergänzt. Dieses Wissen gehöre zur Verantwortung als Deutscher, erklärt Innenministerin Nancy Faeser.

Wer deutscher Staatsbürger werden möchte, muss den Einbürgerungstest bestehen. Von den 33 Fragen auf dem Fragebogen müssen dabei mindestens 17 richtig beantwortet werden. Laut einem Vorschlag aus dem Bundesinnenministerium sollen zukünftig auch Fragen über den Holocaust und das jüdische Leben in Deutschland in dem Test vorkommen.

„Aus dem deutschen Menschheitsverbrechen des Holocaust folgt unsere besondere Verantwortung für den Schutz von Jüdinnen und Juden und für den Schutz des Staates Israel“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Dienstag. „Diese Verantwortung ist Teil unserer heutigen Identität.“

Wer Deutsche oder Deutscher werden wolle, müsse wissen, "was das bedeutet und sich zu dieser Verantwortung Deutschlands bekennen", sagte Faeser weiter. Dieses Bekenntnis müsse "klar und glaubhaft" sein. Deshalb werde nun nach dem Gesetz zum Staatsbürgerschaftsrecht auch der Einbürgerungstest verändert. Eine Verordnung dafür solle "in Kürze" geändert werden.

Hier sehen Sie eine Statista-Grafik zu einigen antisemitischen Aussagen und die Zustimmung dazu:

Der "Spiegel" nannte Beispiele für die neuen Fragen des Einbürgerungstests. Es gehe unter anderem darum, wie ein jüdisches Gebetshaus heißt, wann der Staat Israel gegründet wurde und woraus sich die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel begründet. Wie hierzulande Holocaust-Leugnung bestraft wird und wer bei den rund 40 jüdischen Makkabi-Sportvereinen Mitglied werden darf, zählt demnach ebenfalls zum neuen Fragenkatalog.

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Ob die Fragen tatsächlich Antisemiten davon abhalten können, den Einbürgerungstest zu bestehen, ist hingegen fraglich. Die Antworten können, genau wie die restlichen Antworten im Test, auswendig gelernt werden. Ein stärkeres Bewusstsein für das jüdische Leben in Deutschland dürften die Fragen allerdings hervorrufen.

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