„Wer wird Millionär?“ Borkumerin gewinnt bei Günther Jauch
Petra Gantert hat schon im Februar auf dem Stuhl bei der RTL-Quizshow Fragen beantwortet. Jetzt wurden die Folgen mit ihr ausgestrahlt. Wie war es und wie viel hat sie gewonnen?
Borkum/Köln - „Es war total spannend, und nicht vergleichbar. Auf dem Sofa hat man immer einen IQ von 150 und im Studio ist es dann ganz anders“, sagt Petra Gantert im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Borkumerin war in den „Wer wird Millionär?“-Folgen vom 25. März und 8. April 2024 im Fernsehen zu sehen.
Mit der Risikovariante, also mit viertem Joker und ohne Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro, kletterte sie die Gewinnleiter hoch. Bei der Frage, welche Meisterschaft 2023 in Riccione stattfand, nahm sie ihren letzten Joker in Anspruch. Doch der Telefonanruf half auch nicht. Und so entschied sich die Borkumerin gegen das risikoreiche Raten. Stattdessen nahm sie 32.000 Euro mit nach Hause auf die Insel.
Haare, Kinder und Mutter
Sie war schon im Februar in Köln für die Aufzeichnung der Sendung, begleitet wurde sie von ihrer Mutter. „Ich wollte sie gern dabei haben. Sie ist ein großer Günther-Jauch-Fan und hat so ein Studio noch nie gesehen.“ Jauch begrüßte die 96-jährige Heidelbergerin besonders herzlich, schließlich war sie die wohl älteste Zuschauerin im Studio in der Geschichte der Show.
Auf die Frage, was die 96-Jährige zu den blauen Haaren ihrer Tochter sagt, antwortete sie nur: „Shocking“. Auch die acht Kinder von Petra Gantert waren Thema. „Eigentlich wollte ich zehn.“ Aber ihr Mann habe gesagt: „Wir wollen es nicht übertreiben“.
Am Anfang war es noch entspannt
Nachdem Gantert die Auswahlfrage („Das können Sie aus dem Effeff: Umschreiben Sie Flachs, Flakes, Flagge und Flakon!“) als Schnellste gemeistert hatte, nahm sie auf dem Stuhl gegenüber von Jauch Platz. Und die Aufregung? „Am Anfang war es noch in Ordnung“, so Gantert. Aber schon bei der 4000-Euro-Frage habe sich so langsam die Unsicherheit eingeschlichen.
„Man will dann ja auch nichts mehr verlieren.“ Im Nachhinein habe sie sich dann aber doch geärgert, dass sie bei der 64.000-Euro-Frage nicht auf Risiko gegangen sei. „Ich war mir zu 60 Prozent sicher, aber in dem Moment war mir das nicht genug.“
Plan mit dem Gewinn
Mit einem Teil der 32.000 Euro hat Gantert ihre Kinder beschenkt. Ein wenig legt sie beiseite für eine Reise zusammen mit der Familie. Doch auch ein anderes Projekt will sie damit finanzieren. In der Corona-Pandemie war ihr und einer Freundin die Idee für ein Buch gekommen. Der Text sei bereits fertig, jetzt wird es noch illustriert. „Es ist ein Kinderbuch, aber nicht nur. Ein bisschen Fabel und Tiere ist da drin“, sagt die Borkumerin.
Bücher sind auch auf andere Weise eine Herzensangelegenheit von ihr: Seit zehn Jahren kümmert sie sich ehrenamtlich um die öffentlichen Bücherregale auf der Ostfriesischen Insel. Von der Reise nach Köln hat sie wieder ein paar Bücher mitgebracht, damit die Regale auch gut vorbereitet für den Sommer sind.