Zuidema-Nachfolger gefunden  Klub-Urgestein übernimmt TuRa Westrhauderfehn

| 09.04.2024 16:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sigurd de Buhr (links) und Michael Zuidema (rechts) bilden nicht mehr das Trainerteam von TuRa Westrhauderfehn. Foto: Damm
Sigurd de Buhr (links) und Michael Zuidema (rechts) bilden nicht mehr das Trainerteam von TuRa Westrhauderfehn. Foto: Damm
Artikel teilen:

TuRa Westrhauderfehn hat auf den überraschenden Trainerrücktritt von Michael Zuidema reagiert. Für seinen Nachfolger ist es ein „Kaltstart“.

Westrhauderfehn - In der Fußball-Bezirksliga ist TuRa 07 Westrhauderfehn mit nur einem Punkt aus fünf Spielen denkbar schlecht in die Rückrunde gestartet. Das führte dazu, dass Trainer Michael Zuidema, der vor Kurzem erst seine Zusage für die kommende Saison gab, am Sonntag nach der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Norden völlig überraschend von seinem Posten zurücktrat.

Am Montagabend setzte sich der Fußballvorstand um die Obmänner Frank Bohlmann und Matthias Schulte zusammen, um eine Lösung für die kommenden Wochen zu suchen. Diese wurde schnell in den eigenen Reihen gefunden. Mit Stefan Brelage wird ein TuRa-Urgestein die Mannschaft übergangsweise bis zum Saisonende übernehmen. Unterstützung bekommt er von Spieler Max Möhlmann, der in dieser Saison auf bislang 14 Einsätze kommt.

Stefan Brelage (Mitte) feierte als Spieler der 1. Herren und auch als Trainer der 2. Herren Erfolge. Nun ist er als Coach der 1. Herren gefragt. Archivfoto: Doden, Emden
Stefan Brelage (Mitte) feierte als Spieler der 1. Herren und auch als Trainer der 2. Herren Erfolge. Nun ist er als Coach der 1. Herren gefragt. Archivfoto: Doden, Emden

Brelage-Debüt in Larrelt

„Der Rücktritt von Michael Zuidema hat uns geschockt und total überrascht. Auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht gepasst haben, sahen wir uns auf einem guten Weg. Jetzt sind wir froh, in dieser schwierigen Situation mit Stefan Brelage und Max Möhlmann kurzfristig eine Lösung gefunden zu haben“, so TuRa-Obmann Frank Bohlmann. „Stefan ist der erfolgreichste Stürmer und wohl auch der Spieler mit den meisten Einsätzen für TuRa 07, er wird für neue Impulse sorgen. Dass er übernimmt, war ein Stück weit auch Wunsch der Mannschaft. Max spielt schon über zehn Jahre in Westrhauderfehn und ist die passende Unterstützung“, so Bohlmann weiter.

Seinen ersten Auftritt hat das Trainerduo bereits am Mittwochabend. Dann steigt um 20 Uhr das Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Larrelt. In der Hinrunde gab es am ersten Spieltag in Westrhauderfehn ein spektakuläres 5:5-Unentschieden. „Das ist für beide gleich ein anspruchsvolles Spiel, jetzt ist aber auch die Mannschaft in der Pflicht. Ausreden gibt es nicht mehr“, sagt Bohlmann.

Stefan Brelage spricht von „Kaltstart“

Der bisherige Co-Trainer Sigurd de Buhr ist derweil auch nicht mehr an Bord, wurde aber nicht, wie vermeldet, vom Verein freigestellt. „Sigurd hat einen tollen Job gemacht und wollte den Weg für einen Neuanfang frei machen, wir hätten sonst mit ihm weiter gemacht“, so Bohlmann. Torwarttrainer Harry Drent bleibt Teil des Teams.

Für Stefan Brelage, der bis zur letzten Saison die U23 von TuRa 07 trainierte, kommt die Rückkehr auf die Trainerbank nach nicht einmal einem Jahr total unverhofft. „Ich hatte bis dato keinen Gedanken an ein Trainerdasein verschwendet und in meiner fußballfreien Zeit seit dem Sommer auch kein Spiel gesehen. In dieser schwierigen Situation versuche ich dem Verein zu helfen, es ist für mich aber ein Kaltstart“, sagt Stefan Brelage. „Ich kenne natürlich einige Spieler, aber nicht deren aktuelle Verfassung. Da fange ich bei Null an und muss ich mir erstmal einen Überblick verschaffen. Mit Max Mühlmann habe ich dabei eine große Unterstützung. Er hat viele interne Infos und kann mir dabei helfen, wo wir im Training ansetzen müssen, wobei wir bei den vielen Doppelspieltagen nicht wirklich viel trainieren können“, so Brelage.

Einen Ansatz hat der neue Trainer aber schon, und dieser ist auch schon beim Spiel in Larrelt gefragt. „Wir haben zuletzt zu viele Gegentore bekommen. Da gilt es in erster Linie kompakt und zusammen zu verteidigen, wir dürfen keinen Zweikampf scheuen. Da sind alle gefragt, von vorne bis hinten. Aus dieser Kompaktheit müssen wir dann versuchen eigene Chance zu kreieren. Allem voran müssen wir aber defensiv gut arbeiten“, so der neue TuRa-Coach.

Ähnliche Artikel