Malmö Neue Regel beim ESC 2024: Dieses Mal dürfen Fans weltweit mit abstimmen
Viele Fans finden es bereits merkwürdig, dass Australien beim Eurovision Song Contest mitmachen darf. Nun geht der Contest noch einen Schritt weiter: Bei der Abstimmung darf in diesem Jahr die ganze Welt mitmachen. So funktioniert das neue Abstimmungskonzept.
In wenigen Tagen beginnt für viele Musikfans die Party des Jahres: Dann findet der 50. Eurovision Song Contest (ESC) im schwedischen Malmö statt. Und auch in diesem Jahr hält der Musikwettbewerb mit mehr als 160 Millionen Zuschauern weltweit einige Änderungen zu den Vorjahren bereit.
Die größte Veränderung beim diesjährigen ESC gibt es bei der Publikumsabstimmung bei den zwei Halbfinals am Dienstag und Donnerstag sowie dem Finale. Erstmals können auch Zuschauer aus Nichtteilnehmerländern in aller Welt mit abstimmen. Es gibt neuerdings das „ROW Voting“ als Abkürzung für „rest of the world“, Rest der Welt.
Zuschauer aus diesen Ländern können per App oder über eine eigene Voting-Webseite abstimmen. Dabei werden die Nichtteilnehmerländer bevorzugt, weil sie jeweils ab 0 Uhr der jeweiligen Tage von Halbfinals und Finale abstimmen dürfen und so fast 24 Stunden Zeit haben. Am Ende werden die ROW-Stimmen zusammengerechnet und wie die Abstimmung aus einem einzigen Land gewertet.
Für die Zuschauer aus Teilnehmerländern des ESC wird das Zeitfenster zur Abstimmung auch größer, aber nur geringfügig. So dürfen sie im Finale bereits vor dem ersten Lied abstimmen, bislang war das erst nach dem Auftritt aller Finalisten möglich. Die Abstimmung für alle Länder endet 25 bis 40 Minuten nach dem letzten Auftritt. Zuschauer aus Teilnehmerländern können außer per App und Voting-Webseite auch per Anruf und SMS abstimmen, dies geht bis zu 20 Mal pro Anrufer.
Auch für die deutschen Fans wird in diesem Jahr vieles anders. Zum einen muss der deutsche Act – in diesem Jahr tritt Isaak für uns an – dieses Mal auch im ESC-Halbfinale antreten. Allerdings nur für die Show, denn Deutschland ist als großer Geldgeber für das Finale gesetzt.
Zudem gibt es eine neue ESC-Stimme: Nach dem Ende des Kult-Sprechers Peter Urban tritt ab sofort Thorsten Schorn in dessen Fußstapfen.
Und auch die Punktevergabe übernimmt für Deutschland jemand anderes: Die Hamburger Sängerin und Moderatorin Ina Müller („Inas Nacht“) wird die zwölf ESC-Punkte der deutschen Jury verkünden. Die ehrenvolle Aufgabe wird der 58-Jährigen damit bereits zum zweiten Mal zuteil. Schon 2011 wurde sie zugeschaltet, um die Punkte bekannt geben zu können. Von 2015 bis 2022 hatte Barbara Schöneberger die Jurypunkte aus Hamburg verkündet, im vergangenen Jahr war es Moderator Elton.