Aquapark in Großsander Wann kommt die neue Badesee-Attraktion in Uplengen?
Ein schwimmender Park aus Trampolinen, Rutschen und Co. sollte dieses Jahr am Badesee Großsander aufgebaut werden, doch noch ist nichts zu sehen. Wir haben nachgefragt, wie es um die Planungen steht.
Großsander - Die Temperaturen steigen und die Sonne lässt sich immer öfter blicken: Der Sommer steht vor der Tür. Das sorgt dafür, dass sich am Badesee Großsander in der Gemeinde Uplengen bei gutem Wetter bereits einige Einheimische, Touristen und Menschen aus der Region tummeln. Wird es dann richtig heiß, sind die Plätze am Ufer teils stark umkämpft. Schließlich kann man an dem See nicht nur am Strand liegen und in der Sonne brutzeln oder schwimmen: Bereits jetzt gibt es dort eine Rutsche ins Wasser und einen Tretboot- und Stand-Up-Paddeling-Verleih.
Eigentlich wäre in diesem Jahr eine weitere Attraktion hinzugekommen: Im Herbst 2023 stellte der Betreiber des Tretboot- und Stand-Up-Paddeling-Verleihs am See, Karsten Overlander, den Mitgliedern des Tourismus-Ausschusses eine neue Idee vor. Er wollte zum Saisonstart im östlichen Bereich des Badesees das Angebot erweitern und einen Aquapark aufbauen. „Daraus wird in diesem Jahr aber nichts“, verkündete kürzlich Uplengens Bürgermeister Heinz Trauernicht in einer anderen Ausschusssitzung.
Was ist ein Aquapark überhaupt genau?
Ein Aquapark erinnert im Grunde an eine große Hüpfburg, die auf dem Wasser schwimmt. In der Gestaltung sei Overlander dabei sehr frei, sagte er im vergangenen Jahr, als er der Politik im Tourismus-Ausschuss das Konzept vorgestellt hatte. „Es gibt unterschiedlichste Module, die man beliebig aneinanderreihen kann“, erklärte er.
Beispiele dafür gibt es schon am Badesee Tannenhausen in Aurich oder dem Beachclub Nethen bei Oldenburg. Denkbar wären Trampoline, Kletter- und Sprungtürme, Rutschen oder ein Hindernisparcours. Damit sie nicht wegtreiben, werden die Module mit Betonankern am Boden befestigt. Dadurch können sie ohne größeren Aufwand jederzeit wieder entfernt werden.
Wie steht es um den Aquapark in Uplengen?
Karsten Overlander bestätigt auf Nachfrage dieser Redaktion, dass der Aquapark in diesem Jahr nicht mehr realisiert wird. Der Grund: „Wir wollten 100-prozentige Sicherheit für Herrn Overlander haben. Deshalb haben wir beim Landkreis angefragt, ob es für den Aquapark eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde braucht“, erklärt Torsten Stephan, Sachgebietsleiter Gemeindeentwicklung, Klimaschutz und Tourismus der Gemeinde. Dafür sei mit einer Mitarbeiterin ein Ortstermin vereinbart worden, der aufgrund von Krankheit verschoben werden musste. „Jetzt wissen wir aber, dass es keine Bedenken gibt und keine Genehmigung notwendig ist“, so Stephan.
Die einzelnen Module habe Karsten Overlander erst bestellen wollen, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Da die Lieferung mehrere Wochen dauere, könne der Park erst mitten in den Sommerferien eröffnen. „Da ist die Saison ja schon halb rum, das lohnt sich nicht“, so der Unternehmer.
Wie geht es weiter?
Auch wenn der Aquapark nicht mehr in diesem Jahr realisiert wird: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, macht Karsten Overlander deutlich. Nun, da alles geklärt ist, können die einzelnen Module bestellt werden.
Dadurch, dass diese jederzeit entfernt oder versetzt werden können, sei auch die Größe der Anlage variabel. „Es gibt Aquaparks für 30, 50 oder 70 Personen. Wir wollen erst einmal klein anfangen, um zu sehen, wie es ankommt“, sagt er. Werde sie gut angenommen, könne die Anlage später immer noch erweitert werden. Die Attraktion soll voraussichtlich pünktlich zum Saisonstart im Sommer 2025 stehen.
Wer darf dann drauf?
Da der Aquapark mitten im Wasser schwimmt und von Land nicht erreichbar ist, sei eine Schwimmweste für alle Besucherinnen und Besucher Pflicht, so Overlander. „Die Sicherheit geht vor“, betont er.
Kinder dürfen ab sechs Jahren auf die Anlage und müssen bis zum zehnten Lebensjahr von einem Erwachsenen begleitet werden. Der Eintritt werde voraussichtlich rund zehn Euro kosten. „Wer Mitglied beim Hansefit ist, hat freien Eintritt“, sagt der Unternehmer.