Saisonstart in Tannenhausen  Hochwasser und andere Sorgen

Christin Wetzel
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Von Christin Wetzel
| 14.05.2024 14:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Immer noch abgesperrt wegen des Hochwassers ist der Bereich der Northbound-Anlage am Badesee Tannenhausen. Foto: Heino Hermanns
Immer noch abgesperrt wegen des Hochwassers ist der Bereich der Northbound-Anlage am Badesee Tannenhausen. Foto: Heino Hermanns
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Der hohe Wasserstand sorgte für Ärger am See in Tannenhausen. Doch das war nicht die einzige Sorge vor der Badesaison in Aurich.

Aurich - Zwei Sorgen schwebten die vergangenen Monate über dem Badesee in Tannenhausen: Zum einen die Diskussion um die Herabstufung zur Badestelle. Zum anderen der hohe Wasserstand, verursacht durch das Hochwasser vom Winter. Doch für beides kann die DLRG beruhigen. Die Rettungsschwimmer werden an guten Tagen in gewohnter Zahl vertreten sein. Das sagte Sprecher Michael Rieken auf Nachfrage dieser Zeitung. Außerdem sei der Bereich für Nichtschwimmer angepasst worden, um sich dem Wasserstand anzugleichen.

Das heißt: Die Abtrennungen der Nichtschwimmer-Bereiche sind entsprechend angepasst, so Rieken. So sieht auch trotz verändertem Wasserstand jeder, wo noch gefahrlos gebadet werden kann. Rieken betont aber auch: Bei Kindern seien vor allem die Eltern in der Verantwortung. Diese hätten immer noch die Aufsichtspflicht. Die Rettungsschwimmer helfen vor Ort gerne. Aber bei 5000 Badegästen am See an Schönwettertagen könnten diese nicht alles gleichzeitig überblicken. Auch bei eventuellen Unebenheiten am Grund müssen die Schwimmer selbst ein bisschen Acht geben. Es könne immer wieder mal ein kleines Loch geben, in das der Badegast vielleicht treten könne. „Es ist nun mal ein Badesee und kein Freibad. Da muss man halt aufpassen“, sagt Rieken. Das gelte auch unabhängig davon, wie hoch der Wasserstand im See ist.

Team aus etwa 20 Rettungsschwimmern

Was die Aufsicht angeht, wird das Team der DLRG laut Rieken an allen guten Wettertagen vollzählig die Aufsicht übernehmen. Vier bis sechs Leute pro Schicht würden auf die Badegäste Acht geben. „Wir sind in normaler Besetzung da“, sagt Rieken. Nur an regnerischen und kalten Tagen, wenn vielleicht ein, zwei Schwimmer da gewesen seien, werde die DLRG nicht mehr mit voller Besetzung am Auricher See vor Ort sein. „Jetzt läuft es dieses Jahr so weiter, wie es immer gelaufen ist“, sagt Rieken. Vorausgesetzt, die Stadt kündige den Vertrag nicht vorher.

Blick auf den Badesee vom Dienstag. Foto: Heino Hermanns
Blick auf den Badesee vom Dienstag. Foto: Heino Hermanns

In der Badesaison zwischen 15. Mai und 15. September seien sie immer an guten Tagen da, wenn es personell möglich sei, so der DLRG-Sprecher. „Wir sind froh, wenn wir Leute finden, die Bock haben, als Rettungsschwimmer mitzuschwimmen“, so Rieken. Aktuell arbeite die DLRG mit einem Team von 20 Rettungsschwimmern am See in Tannenhausen. Wer Interesse hätte, könne sich aber gerne melden bei der Geschäftsstelle, über die Internetseite und soziale Medien. Im Idealfall bringen Interessierte schon den Rettungsschwimmerschein mit und einen Erste Hilfe Kurs. Beides könne aber noch ausgebildet werden. Und die Saison am Badesee wird auch mit einer Aufwandsentschädigung vergolten, die sich auf Mindestlohnniveau befinde. So sei die Arbeit am See nicht umsonst – und ganz nebenbei mache der Job bei schönem Wetter auch richtig Spaß, wie Rieken sagt.

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