Frühtanz Tange Neun Partygäste mussten ins Krankenhaus
Die DRK-Bereitschaft Strücklingen-Elisabethfehn war beim Frühtanz im Einsatz. Bei 17.000 Gästen war einiges an Blessuren zu verarzten. Die Bandbreite reichte von Asthma bis zum Beinbruch.
Tange - Nichts deutete in den frühen Morgenstunden des Pfingstmontags an der Tanger Hauptstraße darauf hin, dass sich über diesen kleinen Binnenweg am Vortag rundweg 17.000 feierwütige, vorwiegend junge Menschen ihren Weg zum Tanger Frühtanz gebahnt hatten. Unter ihnen waren ebenso zahlreiche Jugendliche aus Ostfriesland und den Gemeinden Barßel und dem Saterland. Auch hinsichtlich des Sicherheitsapparates dieser Großveranstaltung spielte der Landkreis Cloppenburg in diesem Jahr wieder eine große Rolle.
Übernommen wurde das von der DRK-Bereitschaft Strücklingen-Elisabethfehn und zahlreich eingesetzten Beamten der Polizeidienststellen Cloppenburg und Friesoythe. Das DRK hatte sein Domizil wieder auf dem Gelände der Feuerwehr aufgebaut und verbuchte am Ende des Tages 131 Hilfeleistungen. Da die Strücklinger Sanis den erforderlichen Kräfteumfang von 80 Helfern bei weitem nicht allein stemmen konnten, zogen sie sich als organisierende Instanz der Retter von anderen Bereitschaften zusätzliche Manpower hinzu. Dabei kamen unter anderem auch Mitglieder der Bereitschaften Garrel, Markhausen und Friesoythe zum Zuge.
Neun Partygäste mussten ins Krankenhaus
Nach einer Sichtung der Patienten am Eingang der Krankenstation versorgten die DRKler die Blessuren entweder selbst, oder aber Elena Treiling aus Friesoythe, Christopher Ortmann und Judith Meiners aus Elisabethfehn sowie Christoph Schreiber aus Oldenburg nahmen sich als Ärzte der gesundheitlichen Probleme der Frühtanz-Gäste an. „Wir mussten uns von Schnittverletzungen, Kopfplatzwunden, Asthma und allergischen Reaktionen bis hin zu einem gebrochenen Bein um einiges kümmern“, resümiert Tange-Sani-Einsatzleiter Christian Schönhöft aus Ramsloh. In neun Fällen reichte eine Versorgung vor Ort nicht aus, und die Ärzte entschieden, dass die Patienten ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte „hervorragend“
„Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und dem DRK hat hervorragend funktioniert“, bringt es die leitende Ärztin Judith Meiners auf den Punkt. Sie freut sich bereits auf die nächste Pfingstsause.
Das polizeilich federführende Kommissariat in Westerstede um Oberrätin Andrea Lamping konnte sich derweil durch Kollegen aus Cloppenburg und Friesoythe tatkräftiger Unterstützung aus dem Landkreis sicher sein. Während die Cloppenburger Schutzleute vorwiegend in der Nähe des Festplatzes anzutreffen waren, hielten die Friesoyther Beamten Christian Grupe und sein Kollege Alex Miller zumeist im Bereich Barßel die Augen auf. Denn viele der Tange-Gäste, sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß, reisten über das Seemannsdorf in die kleine Bauerschaft Tange.
Polizei zieht insgesamt positive Bilanz
Nach der Großveranstaltung zog die Polizei eine insgesamt positive Bilanz. Insgesamt registrierten die Beamten nach eigenen Angaben 13 veranstaltungstypische Straftaten, darunter fünf Körperverletzungsdelikte. Bei einem Fall von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurde ein Polizeibeamter leicht an der Hand verletzt.