Berlin  Erst nach 22 Uhr ins Bett: Macht zu spätes Schlafen krank?

Anna-Lena Lohmann
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Von Anna-Lena Lohmann
| 22.05.2024 19:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Spät schlafen gehen kann verlockend sein, um den Tag lange zu nutzen. Foto: IMAGO/Jochen Tack
Spät schlafen gehen kann verlockend sein, um den Tag lange zu nutzen. Foto: IMAGO/Jochen Tack
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Viele wollen die Freizeit nach der Arbeit möglichst gut nutzen. So zögert sich die Schlafenszeit durch unterschiedlichste Aktivitäten häufig bis in die Nacht hinaus. Doch wie ungesund ist es, spät schlafen zu gehen?

Manchmal bleiben wir länger wach, obwohl wir eigentlich schon müde sind. Schnell wird spät ins Bett gehen so zur Gewohnheit. Ab wann hat das gesundheitliche Nachteile – und wann ist die perfekte Schlafenszeit?

Bei einer Umfrage zeigt sich, dass die meisten Menschen zwischen 22 und 24 Uhr schlafen gehen. Insbesondere an freien Tagen neigen jedoch einige auch zu noch späteren Einschlafzeiten.

Zu spätes Schlafengehen kann jedoch gesundheitliche Folgen haben, bestätigen britische Wissenschaftler. In einer Studie beobachteten sie mehrere Probanden über einen Zeitraum von sechs Jahren. Die Teilnehmer, die nach Mitternacht schlafen gingen, zeigten ein höheres Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen.

In derselben Studie wurde jedoch auch belegt, dass wesentlich früheres Einschlafen ebenfalls mit höheren Gesundheitsrisiken verbunden ist. Es sei zwar besser, als nach 24 Uhr schlafen zu gehen, die Risikowerte stiegen jedoch bei einer Schlafenszeit vor 22 Uhr wieder an.

Ein Zusammenhang von der Schlafenszeit und Herz- oder Gefäßerkrankungen ist somit bestätigt. Um detailliertere Aussagen zu treffen, ist der Bereich jedoch zu wenig erforscht.

Die optimale Einschlafzeit liegt demnach zwischen 22 und 23 Uhr. Diese Zeit passt am besten zum natürlichen zirkadianen Rhythmus, der sogenannten inneren Uhr. Außerdem ist es gut, immer zur gleichen Zeit schlafen zu gehen, das stellt eine weitere Studie heraus. Auch das Bundesministerium für Gesundheit weist darauf hin.

Ebenfalls festgestellt wurde, dass Frauen von dem steigenden Risiko durch einen mangelhaften Schlafrhythmus für Herz- und Gefäßerkrankungen mehr betroffen sind als Männer. Ein Zusammenhang besteht hier eventuell auch darin, dass Frauen generell mehr Schlaf brauchen, was ein Experte bezeugt.

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