3:1-Sieg in Strudden Holtlands Joker besiegeln den Struddener Abstieg
Die Halbzeiten des Abstiegskampf-Krimis zwischen dem TuS Strudden und SV Holtland waren höchstunterschiedlich. Nach einem Elfmeter-Fehlschuss drehte Holtland die Partie.
Strudden - Die Voraussetzungen für den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga für den TuS Strudden waren zwar bereits vor dem letzten Heimspiel gegen den SV Holtland und dem vorletzten Punktspiel der Saison 2023/2024 nicht groß. Gut eine Stunde jedoch schien noch etwas möglich zu sein, denn die Gastgeber führten in diesem Abstiegsduell mit 1:0. Dann jedoch schlug der Gegner zurück und gewann die Begegnung letztlich mit 3:1. Damit steht der TuS Strudden als dritter Absteiger in die Kreisliga Ostfriesland fest.
„Nach der Halbzeit sind wir einfach angesichts des knappen 1:0-Vorsprungs immer nervöser geworden“, stellte Struddens Spielertrainer Thilo Janßen nach Spielende fest. „Und dann hat sich auch die größere Erfahrung des Gegners durchgesetzt.“
Diekmann trifft erneut als Joker
Dabei hätte diese komplette Drehung des Spiels, nachdem die Gastgeber im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft waren, nicht geben müssen. Die Begegnung verlief nach dem Wechsel in den ersten zehn Minuten durchaus ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft eine Torchance erarbeiten konnte. Als dann in einer unübersichtlichen Situation im Struddener Strafraum Schiedsrichter Louis Kensok (FC Hude) in der 54. Minute auf Strafstoß für Holtland entschied, Steffen Busemann jedoch mit seinem Foulelfmeter am Struddener Schlussmann Rene Breu scheiterte, schien ein Sieg für die Heimelf möglich zu sein. Die einheimischen Zuschauer freuten sich zumindest über die Glanztat ihres Torhüters und waren optimistisch.
Mit der Einwechselung von Markus Holtz und Daniel Diekmann brachte Trainer SV-Trainer Stefan Marx dann frische Offensivkräfte, die das Spiel der Gäste belebten. In der 64. Minute wurde Diekmann freigespielt und überwand Torhüter Breu zum 1:1. Nachdem sich Rene Breu drei Minuten später erneut auszeichnen konnte, war er kurz darauf machtlos. Ein Schuss von Markus Holtz wurde noch von einem Struddener Verteidiger zum 1:2 abgefälscht.
Marx sieht verdienten SVH-Sieg
Die Gastgeber waren geschockt, doch fast hätte Andre Plorin in der 71. Minute mit einem Distanzschuss, der jedoch nur an die Latte des Holtlander Tores klatschte, für den Ausgleich gesorgt.
Auf der einen Seite das Pech, auf der anderen fiel dann das entscheidende 1:3 durch Busemann, der beim nachfolgenden Angriff Torhüter Breu mit einem knallharten Schuss unter die Torlatte überwand. Strudden bemühte sich in der Schlussphase noch um den Anschlusstreffer, doch ohne Erfolg. Letztlich hätten die Gastgeber, die nach einem guten Beginn bereits nach vier Minuten nach einer starken Einzelleistung durch Johannes Schmidt in Führung gingen, ihre vorhandenen Torchancen im ersten Abschnitt nutzen müssen. Strudden bestimmte bis zur Pause das Spiel, doch das 1:0 bis dahin war letztlich zu wenig.
Spieldaten
TuS Strudden: R. Breu; Buhr (81. K. Janssen), T. Janßen, Harms, Wilken (89. Carls), Heinemann (73. Grünjes), Plorin, Bendig (58. Willms), Mammen (73. Eilts), J. Schmidt, P. Breu.
SV Holtland: C. Buss; A. Buss, Smidt (33. Schlink), Diemel, Krause (79. Schrock-Optiz), Busemann, Hoffmann, M. Buß, Jünke (57. Holtz), Knoop, Voronin (57. Diekmann).
Tore: 1:0 Schmidt (4.), 1:1 Diekmann (64.), 1:2 Eigentor Buhr (68.), 1:3 Busemann (73.).
„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert, sodass der Sieg verdient war“, lautete das Fazit von Holtlands Trainer Stefan Marx. „Besonders unsere Einwechselungen von der Bank haben eine Menge Qualität ins Spiel gebracht.“