Polizei bestätigt Mehrere junge Mädchen in Remels belästigt
In Remels sorgt ein Exhibitionist für Unruhe. Die Polizei bestätigt fünf Fälle und ermittelt intensiv. Was bisher bekannt ist.
Remels - Es ist eine beunruhigende Nachricht, die aktuell in etlichen Whatsapp-Gruppen herumgeht. Ein Exhibitionist soll „in letzter Zeit“ in Remels mehrere junge Mädchen belästigt haben, heißt es darin. Eine davon sei eine Bekannte der Verfasserin oder des Verfassers. „Er versteckte sich im Gebüsch und sprang dann beim Vorbeifahren, ohne untenrum bekleidet zu sein, auf die Straße und rief ihr wirklich schlimme Dinge hinterher“, steht in der Nachricht. Der Polizei seien bereits vier Fälle bekannt und die Identität werde aktuell geprüft, da das Gesicht vermummt gewesen sein soll, heißt es weiter.
Und tatsächlich: „Wir können bestätigen, dass es zu insgesamt fünf Fällen von exhibitionistischen Taten an drei Tatzeitpunkten gekommen ist“, schreibt Polizeihauptkommissarin Svenia Temmen, Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden, auf Anfrage dieser Zeitung. Drei junge Mädchen „um die 13 Jahre“ seien bereits im Februar 2024 Opfer einer solchen Straftat geworden. „Allerdings wurden die Taten nicht angezeigt, sondern sind erst im Nachgang durch polizeiliche Ermittlungen zu zwei erneuten Fällen im April bekannt geworden“, so Temmen.
Warum wurden die Fälle erst jetzt bekannt?
Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne die Polizei aktuell keine weiteren Details zu den Fällen nennen – auch zum Schutz der Kinder, erklärt die Polizeisprecherin. „Das ist auch der Grund, warum wir keine Meldungen an die Öffentlichkeit geben“, schreibt sie. Zudem seien die ersten Fälle erst spät bekannt geworden und müssten nun erst einmal „genauestens ausermittelt“ werden.
„Der Erfolg der Ermittlungen ist das Ziel und hat höchste Priorität“, betont Temmen. Weitere Herausforderung: Diese Ermittlungen seien „hochsensibel“. Heißt: Die jungen Mädchen müssten besonders behutsam angehört und betreut werden. „Diskussionen in der Öffentlichkeit, die leider sehr oft im Bereich Social Media auch sehr unsachlich geführt werden, sind weder für die Ermittlungen noch für die Kinder förderlich.“