Nach Feuer in Wiesmoor  Ehemaliges Fehn-Hotel – Polizei ermittelt jetzt wegen Brandstiftung

| | 30.05.2024 15:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das ehemalige Fehn-Hotel in Wiesmoor wurde durch das Feuer am 13. April schwer beschädigt. Foto: Ortgies
Das ehemalige Fehn-Hotel in Wiesmoor wurde durch das Feuer am 13. April schwer beschädigt. Foto: Ortgies
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Am 13. April hatte das ehemalige Fehn-Hotel an der Hauptstraße in Wiesmoor gebrannt. 36 Menschen verloren ihr Zuhause. Inzwischen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Wiesmoor - Nach dem Brand im ehemaligen Fehn-Hotel in Wiesmoor am Samstag, 13. April 2024, sind die Ermittlungen der Polizei noch immer nicht abgeschlossen. Nachdem es jedoch anfangs geheißen hatte, dass nicht von Brandstiftung auszugehen sei, hat sich das Blatt inzwischen gewendet: „Einen technischen Defekt konnten wir ausschließen, inzwischen ermitteln wir wegen Brandstiftung“, bestätigt Wiebke Baden, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund. Der Tatverdacht richte sich gegen einen Bewohner. Weitere Details könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht herausgeben, so Baden.

Augenzeugen berichteten damals von dichtem schwarzen Qualm, der aus dem Dachgeschoss des Gebäudes quoll. Das Feuer hatte schnell auf den Dachstuhl übergegriffen, bestätigte die Feuerwehr Wiesmoor: Meterhohe Flammen schlugen später aus den zerstörten Fenstern. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um einen der größten Feuerwehreinsätze in der Geschichte der Blumenstadt. Mehr als 180 Kräfte waren im Einsatz. Unterstützung kam von zahlreichen umliegenden Wehren aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund.

Wohnungen werden noch immer gesucht

Neben gewerblich genutzten Räumen befinden sich in dem Gebäudekomplex auch Mietwohnungen. Bei dem Brand haben 36 Menschen ihr Zuhause verloren. Auch Geflüchtete waren darin untergebracht. Acht Menschen und zwei Katzen wurden bei dem Feuer wegen Rauchgasvergiftungen und leichter Verletzungen durch Flammen versorgt. Das gesamte Gebäude gilt nun als unbewohnbar und ist weiterhin abgesperrt – zu groß ist die Gefahr, verletzt zu werden. Der Schaden liegt bei mehreren Millionen Euro.

21 der ehemaligen Bewohner sind Geflüchtete und wurden vom Landkreis Aurich in der ehemaligen Kaserne in Aurich untergebracht. Andere Bewohner sind privat untergekommen. Noch immer sind fünf von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen von der Stadt Wiesmoor übergangsweise im Torfkrug in Wiesmoor untergebracht. Laut Ordnungsamt haben aber drei von ihnen bereits eine Wohnung in Aussicht. Bei den übrigen geht die Suche nach Wohnraum weiter. Noch ist nicht klar, ob und wann das Gebäude wieder genutzt werden kann.

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