Klares JHV-Ergebnis  Kickers-Mitglieder votieren einstimmig für Ausgliederung

| | 30.05.2024 22:47 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kickers-Präsident Hendrik Poppinga präsentierte die Finanzzahlen und freute sich über ein klares Votum. Fotos: Doden/Emden
Kickers-Präsident Hendrik Poppinga präsentierte die Finanzzahlen und freute sich über ein klares Votum. Fotos: Doden/Emden
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Die Spielbetriebs GmbH von Kickers Emden soll in Kürze ihre Arbeit aufnehmen. Auf der Jahreshauptversammlung gab es ein einstimmiges Ergebnis. In den nächsten Tagen wartet aber noch Detailarbeit.

Emden - Lange haben die Verantwortlichen vom Fußball-Regionalligisten Kickers Emden auf diesen Moment hingearbeitet, am Donnerstagabend um 21.19 Uhr war es dann endlich soweit: Die 65 anwesenden Mitglieder votierten auf der Jahreshauptversammlung im Hotel Faldernpoort einstimmig für die Ausgliederung der ersten Mannschaft in eine Spielbetriebs GmbH, um 21:40 Uhr war die Veranstaltung beendet.

„Für uns als Vorstand ist die Ausgliederung und die Zusammenarbeit mit Onside alternativlos“, hatte Vorsitzender Hendrik Poppinga vor der Abstimmung um ein deutliches Ergebnis der Mitglieder geworben.

So viele Anteile für Onside

Der Vorstand hat von den Mitgliedern durch die Zustimmung nun den Auftrag bekommen, mit der Firma Onside von Henning Rießelmann in die Verhandlungen einzusteigen. Die GmbH wird in Kürze gegründet, zu Beginn hält der Verein Kickers Emden noch 100 Prozent an der GmbH. Geplant ist dann, dass Onside 49 Prozent der Anteile übernehmen wird. Somit ist auch der künftige Geschäftsführer Bastian Dassel, der zusammen mit einem Großteil der Mannschaft die Veranstaltung verfolgte, noch nicht in seinem Amt eingeführt.

Ex-Vorsitzender Günther Kunz hatte auf der Versammlung noch einen Antrag gestellt, der auch einstimmig beschlossen wurde. Damit der Verein gestärkt in die Zusammenarbeit mit der Spielbetriebs GmbH gehen könne, solle der Vorstand vorab genau klären, welche Gelder für welche Zwecke von der GmbH an den Gesamtverein fließen. In den nächsten Tagen wartet auf den Kickers-Vorstand und die Onside-Seite also noch viel Detailarbeit. Als Notarin wird Nina Hofmann fungieren, die bei der Versammlung auch vor Ort war.

Rießelmann freut sich über Happy-End

Auch wenn viele mit einem klaren Ergebnis gerechnet hatten, freute sich auch Manager Henning Rießelmann über das deutliche Ergebnis: „Es war eine gute Versammlung und ein guter Abend für Kickers Emden. Wir haben in den letzten Wochen viel an den Tischen gesessen und diskutiert, jetzt freuen wir uns über das Happy-End.“

Henning Rießelmann (Zweiter von links) möchte mit seiner Firma 49 Prozent an der Spielbetriebs GmbH übernehmen.
Henning Rießelmann (Zweiter von links) möchte mit seiner Firma 49 Prozent an der Spielbetriebs GmbH übernehmen.

Vor dem Tagesordnungspunkt 12, in dem es um die Ausgliederung ging, wurde den Mitgliedern vom Vorsitzenden Hendrik Poppinga, der mit seiner Steuerkanzlei maßgeblich an der Entschuldung mitgearbeitet hatte, noch einmal die dramatische Finanzlage der vergangenen Monate präsentiert. In der Regionalliga-Saison 2022/2023, die mit dem Abstieg endete, gab es insgesamt einen Fehlbetrag in Höhe von 221.000 Euro. Zusammen mit den angesammelten Altschulden ergaben sich somit insgesamt Verbindlichkeiten in Höhe von 451.000 Euro (Stand 30.6.2023).

Schuldenstand liegt bei 30.000 Euro

Henning Rießelmann hatte vor seinem Einstieg zur Bedingung gemacht, nur mit einem „weißen Blatt Papier“ starten zu wollen, sprich auch der Hauptverein müsse komplett schuldenfrei sein. Durch Sponsoren, Gönner, die Spendenaktion und den Verzicht einiger Gläubiger konnten die Altschulden fast auf Null gedrückt werden. Am Ende des Jahres beliefen sich die Restschulden noch auf 30.000 Euro. Poppinga erklärte, dass auch zwei ehemalige Vorstandsmitglieder 160.000 Euro zur Schuldentilgung beigetragen hätten.

Ein weiterer Vorschlag des Vorstandes erhielt ebenfalls die Zustimmung: Auf die 300 Kickers-Mitglieder kommen künftig höhere Beiträge zu. Die Mitglieder stimmten einer Erhöhung von 10 auf 14 Euro (Erwachsene) sowie von 8 auf 10 Euro (Kinder) zu.

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