Bauprojekt  Wann tut sich was am Hinter Kirchgang?

| | 31.05.2024 14:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Beim Hinter Kirchgang liegt noch immer Schutt. Dieses Foto ist im März entstanden. Foto: Wagenaar
Beim Hinter Kirchgang liegt noch immer Schutt. Dieses Foto ist im März entstanden. Foto: Wagenaar
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Auf dem Hinter Kirchgang liegt seit Wochen der Schutt der einstigen Häuser. Wann und wie geht es dort weiter?

Hinte - Der einstige „Schandfleck“ von Hinte - die zerfallenen Gebäude am Hinter Kirchgang - wurden bereits vor Monaten dem Erdboden gleich gemacht. Mitte März dieses Jahres hatte diese Zeitung zuletzt über das Areal im Ortszentrum berichtet. Seitdem hat sich zumindest sichtbar nicht allzu viel getan, der Bauschutt liegt noch immer auf dem Grundstück im Kirchgang. Wann und wie geht es dort weiter?

Wie Fachbereichsleiter Norbert Dubbels am Donnerstag, 30. Mai 2024, auf Nachfrage der SPD-Fraktion im Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung sagte, will der Investor „GerBro Immobilien und Grund GmbH“ den Bauschutt demnächst mit Spezialmaschinen „verkrümeln“. Das Material soll dann vor Ort bleiben, um den Boden zu verfestigen. Das finde in enger Abstimmung mit den Archäologen und Denkmalpflegern statt.

Das ist auf dem Areal geplant

Das ist nötig, weil die Projektidee eines vorherigen Investors - ein großer Gebäudekomplex mit bis zu 18 Wohneinheiten - an historischen Funden im Boden gescheitert war. Diese verhindern, dass beispielsweise Pfähle tief in den Boden gerammt werden können, weil das, was möglicherweise im Erdreich schlummert, dadurch zerstört werden könnte. Deshalb dürfen Neubauten dort auch nicht allzu hoch gebaut werden. Gerammt werden soll bei den aktuellen Plänen deshalb auch nicht, sagte Dubbels.

Auf dem Areal seien drei bis vier Neubauten mit insgesamt neun bis zwölf Wohneinheiten geplant. Einige von ihnen sollen alten- und behindertengerecht sein. Die alte Schlachterei, direkt an der Ecke Brückstraße/Hinter Kirchgang, ist stehengeblieben. Die Investoren wollen das Gebäude erhalten und komplett sanieren. Unter dem Putz befindet sich ein historisches Backsteinwerk, das wieder freigelegt werden soll.

Unter dem Putz dieses Hauses befindet sich historisches Backsteinwerk, das freigelegt werden soll. Foto: Wagenaar
Unter dem Putz dieses Hauses befindet sich historisches Backsteinwerk, das freigelegt werden soll. Foto: Wagenaar

Konkrete Pläne oder ein Bauantrag liegen aktuell aber noch nicht vor, sagte Bürgermeister Uwe Redenius. Wohl aber gebe es die Zusage, dass das noch in diesem Jahr geschehe. Die Investoren würden verhindern wollen, dass sich das Problem vom vorherigen Investor noch einmal wiederhole. Deshalb fänden aktuell viele Gespräche mit den Behörden und Denkmalpflegern statt, so der Verwaltungschef. So lange nicht alles wasserdicht geklärt sei, hielten sich die Investoren noch zurück. „Das ist ne sensible Kiste.“ Die Kommunikation laufe aber gut, keiner wolle, dass sich das „Waterloo“, so Redenius, noch einmal wiederhole.

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