Bilanz  Das waren rekordverdächtige 33. Matjestage in Emden

| | 02.06.2024 15:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kaum ein Durchkommen: Die Festmeile war jeden Tag bestens besucht. Foto: Hanssen
Kaum ein Durchkommen: Die Festmeile war jeden Tag bestens besucht. Foto: Hanssen
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Das Organisationsteam der Emder Matjestage hat Bilanz gezogen. Zum stimmigen Gesamteindruck gibt es auch kritische Töne.

Emden - Wieder purzeln Rekorde und das nicht nur gefühlt: Während jeder Besucher des Matjesfestes mindestens seit dem übervollen Samstag an einer Steigerung der Besucherzahlen glauben dürfte, bestätigte dies das Organisatorenteam aus dem Arbeitskreis Matjestage auch. Die Zahl 150.000 ist Geschichte, schon Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) sprach angesichts des aktuellen Festes von 200.000 Besuchern.

Mehr geht nicht: Dicht an dicht liegen die Krabbenkutter im Ratsdelft. Foto: Schuurman
Mehr geht nicht: Dicht an dicht liegen die Krabbenkutter im Ratsdelft. Foto: Schuurman

Doch eigentlich treten die Zahlen ganz schnell in den Hintergrund, wenn man das ganze Fest betrachtet. „Es war einfach stimmig“, sagte Alfred Marahrens. Keine Reibereien wegen der Standplätze, kaum Hauerei auf dem Platz - dafür jede Menge Spaß mit den Shanty-Chören und abends mit der Party-Musik, hieß es.

Jeden Tag im Reinigungseinsatz: Stefan Schütte und Rolf Janssen vom BEE. Foto: Schuurman
Jeden Tag im Reinigungseinsatz: Stefan Schütte und Rolf Janssen vom BEE. Foto: Schuurman

Mehr Sponsoren erwünscht

Die Shanty-Chöre sind dabei laut Kapellmeister Wilhelm Eilers inzwischen fast ein Selbstläufer. Alle wollen nach Emden, weil auch das Publikum bei den Matjestagen so gut mitgeht. Und wo Chöre aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen mussten, wurde eben improvisiert. Finanzielle Engpässe hatte es aufgrund der Sponsoren nicht gegeben - die Organisatoren mussten ohne EU-Förderung zur deutsch-niederländischen Freundschaft auskommen . Mahrahrens forderte allerdings die gesamte Gastronomie aus, sich nächstes Mal zu beteiligen. „Alle profitieren doch von den Matjestagen.“

Literweise fangfrischen Granat eingetütet und verkauft: Siegfried Looden. Foto: Schuurman
Literweise fangfrischen Granat eingetütet und verkauft: Siegfried Looden. Foto: Schuurman

Auch bei den Traditionsschiffen konnten letztlich nicht alle angekündigten den Alten Binnenhafen in Emden anfahren. Das lag aber eher an Mast- und Schotbruch beziehungsweise Getriebeschaden einzelner, wie Martin Sährig sagte. Im Grunde könnte der Organisator des Traditionsschifftreffens aber noch mehr Dickschiffe wie die „Golden Leeuw“ oder die „Prinz Heinrich“ zu den Matjestagen buchen. Das scheitere aber eher an Platzproblemen im Alten Binnenhafen. „Die Absprachen mit dem Hafenbetreiber sind da schon eine Herausforderung“, sagte Sährig.

Tagsüber Shantys, abends Band oder Public Viewing: Vor der Bühne im Stadtgarten war immer was los. Foto: Schuurman
Tagsüber Shantys, abends Band oder Public Viewing: Vor der Bühne im Stadtgarten war immer was los. Foto: Schuurman

Generalüberholung Binnenhafen nötig

Kritische Töne schlug er allerDas waren rekordverdächtige 33. Matjestage in Emden dings in Bezug auf den Zustand der Piers im Alten Binnenhafen an. „Eigentlich sind alle sanierungsbedürftig, teils fällt Mauerwerk ins Wasser“, so Sährig. „Da müssen sich Stadt und Betreiber perspektivisch bemühen, damit das maritime Flair gewährleistet werden kann.“

Und das gehört zur Kirmes auch dazu: Lebkuchenherzen und anderes Zuckerwerk. Foto: Schuurman
Und das gehört zur Kirmes auch dazu: Lebkuchenherzen und anderes Zuckerwerk. Foto: Schuurman
Auch für die Kinder ein Fest: Hüpfburg und Co. im Stadtgarten. Foto: Schuurman
Auch für die Kinder ein Fest: Hüpfburg und Co. im Stadtgarten. Foto: Schuurman

Einen Ausblick aufs nächste Matjesfest gibt es auch schon. Das findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2025 wieder einmal vier Tage lang statt, weil Himmelfahrt als Feiertag wieder auf das passende Datum fällt. Und wer weiß? Vielleicht wird dann ja sogar die 200.000er-Marke geknackt.

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