Europawahl am 9. Juni 2024  Trend zur Briefwahl im Kreis Aurich ungebrochen

Aiko Recke
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Von Aiko Recke
| 04.06.2024 18:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So wie hier bei der Landtagswahl 2022 werden die Briefwahlunterlagen wieder im Kreishaus Aurich gesammelt. Foto: Romuald Banik
So wie hier bei der Landtagswahl 2022 werden die Briefwahlunterlagen wieder im Kreishaus Aurich gesammelt. Foto: Romuald Banik
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Fast 22.000 Unterlagen wurden bei den Städten und Gemeinden bereits angefordert. Viele davon haben ihre Stimme auch schon abgegeben.

Aurich - Der seit Jahren zu beobachtende Trend zur Briefwahl setzt sich bei der Europawahl an diesem Sonntag, 9. Juni, fort. Mit Stand Dienstag wurden insgesamt 21.938 Briefwahlunterlagen von den kreisangehörigen Kommunen an wahlberechtigte Bürger ausgegeben, teilte Landkreis-Sprecher Rainer Müller-Gummels auf Anfrage dieser Zeitung mit. Bei 157.117 Wahlberechtigten haben demnach rund 14 Prozent davon einen Briefwahlantrag gestellt. Davon seien bislang 14.530 Unterlagen bei der Kreiswahlleitung zur abschließenden Auszählung am Sonntag eingegangen, so Müller-Gummels.

Zum Vergleich: An der Europawahl am 26. Mai 2019 nahmen laut dem Sprecher rund 15.800 Briefwähler teil. Allerdings war die Zahl der Wahlberechtigten seinerzeit geringer, weil die 16- bis 18-Jährigen noch nicht wählen durften. Und es fanden zeitgleich die Auricher Bürgermeisterwahl und die Landratswahl statt, was wohl zu einem größeren Interesse führte. Die Wahlbeteiligung lag 2019 immerhin bei 60 Prozent. Bei der Europawahl 2014 waren es lediglich 10.400 Briefwähler gewesen. Seinerzeit lag die Wahlbeteiligung aber auch nur bei rund 50 Prozent – trotz gleichzeitiger Bürgermeisterwahlen in Aurich und weiteren Gemeinden. Wegen der gestiegenen Nachfrage nach der Briefwahl werden in diesem Jahr mittlerweile 30 Briefwahlvorstände eingesetzt. 2019 waren es noch 23 und 2014 lediglich zwölf.

Bis Freitagabend ist noch Briefwahl möglich

In der Stadt Aurich waren bis Dienstagnachmittag schon 4831 Briefwahlanträge eingegangen, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Das seien relativ viele im Vergleich zu früheren Wahlen, hieß es.

In der Gemeinde Ihlow lag die Zahl der ausgegebenen Briefwahlunterlagen am Dienstagnachmittag bei 1553, wie Silvia Ihnken vom Wahlbüro auf Anfrage sagte. Bei der Landtagswahl 2022 waren es 1664, allerdings bei weniger Wahlberechtigten.

Bei der Gemeinde Großefehn waren es am Dienstagnachmittag rund 1540 Briefwahlanträge. „Das ist schon enorm“, sagte der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Frank Cramer, auf Anfrage. Womöglich hänge es auch mit der aktuellen politischen Lage zusammen, dass viele Wähler merkten, dass am Ende jede Stimme wichtig sei, so die Vermutung von Cramer. Bis Freitagabend, 18 Uhr, können Briefwahlunterlagen noch in den Rathäusern der Städte und Gemeinden beantragt werden.

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