Versuchter Mord in Meppen Jugendliche gefesselt und schwer verletzt in Ems geworfen
Vier Personen sollen die junge Frau angegriffen haben – drei von ihnen wollten das Opfer töten, so der Vorwurf der Ermittler. Das sind die Hintergründe der Tat.
Meppen - Vor zwei Wochen hat sich in Meppen ein Gewaltverbrechen ereignet. Vier Personen sollen versucht haben, eine Jugendliche in der Ems zu ertränken. Der Fluss wurde jetzt von Tauchern durchsucht. In der Nacht zu Montag, 27. Mai 2024, kam es in Meppen offenbar zu einem versuchten Mord. Das teilen die Staatsanwaltschaft Osnabrück und die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim nun in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
Das spätere Opfer, eine Jugendliche, soll sich nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen zunächst mit den vier Beschuldigten, mit denen es bereits vorher bekannt war, getroffen haben. Die Beschuldigten sollen das Opfer dann aufgrund eines gemeinsamen Entschlusses körperlich attackiert und auch verletzt haben.
Opfer an den Händen gefesselt
Im Verlauf des Angriffs sollen dann drei der Beschuldigten den Entschluss gefasst haben, das Opfer zu töten. Deshalb sollen sie das an den Händen gefesselte und laut Mitteilung erheblich verletzte Opfer in die Ems geworfen haben. Dem Opfer gelang es schließlich, sich selbst ans Ufer zu retten und Hilfe zu suchen. Es wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine Lebensgefahr mehr.
Die Ermittlungen zum genauen Geschehensablauf sowie der Motivlage dauern an. Aus diesem Grund waren am Dienstag, 11. Juni, Taucher und weitere Einsatzkräfte in und auf der Ems im Einsatz. Durchsucht wurde das Gewässer auf der Höhe der Freilichtbühne.
Haftbefehl gegen drei Personen wegen versuchten Mordes
Bei den vier Beschuldigten handelt es sich laut Mitteilung um einen 24-jährigen Mann und eine 27-jährige Frau sowie zwei Heranwachsende. Sie konnten bereits kurz nach der Gewalttat durch die Polizei festgenommen werden.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erließ das zuständige Amtsgericht in Meppen gegen die drei Haupttäter einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gegen die vierte Beschuldigte wegen Beihilfe zum Mord.