Transfercoup  Papenburgs Rekordtorjäger Torben Lange wechselt nach Firrel

Dieter Kremer
|
Von Dieter Kremer
| 14.06.2024 11:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Im letzten Saisonspiel gegen den VfL Oythe gelang Torben Lange in der 89. Minute der Treffer zum 6:1-Endstand. Fotos: Reemts
Im letzten Saisonspiel gegen den VfL Oythe gelang Torben Lange in der 89. Minute der Treffer zum 6:1-Endstand. Fotos: Reemts
Artikel teilen:

Eigentlich wollte er schon vor einem Jahr aufhören, machte aber dann doch bei BW Papenburg weiter. Auch mit 37 Jahren denkt Fußballer Torben Lange noch nicht ans Aufhören und geht nach Firrel.

Papenburg/Firrel - Torben Lange hängt noch eine Saison dran: Beim Fußball-Landesligisten SC Blau-Weiß 94 Papenburg wurde der Stürmer zwar nach dem letzten Heimspiel gegen den VfL Oythe verabschiedet. Doch der 37-Jährige macht weiter und schließt sich überraschend dem Ligarivalen Grün-Weiß Firrel an.

In den letzten Wochen gab es ein Umdenken bei dem torgefährlichen Angreifer, der als Polizist in Leer tätig ist. „Mein Entschluss stand eigentlich fest, dass ich aufhöre“, erklärt Lange. „Ich habe es dann aber in Papenburg anklingen lassen, dass es sein kann, dass ich weiterspiele. So ist das Ganze zustandegekommen.“

Grotlüschen freut sich auf erfahrenen Stürmer

Die Firreler Verantwortlichen freuen sich jedenfalls sehr über den Transfercoup. Ziel sei es gewesen, sich im Angriff für die neue Saison noch einmal zu verstärken. Daher passe der erfahrene Vollblutsstürmer (359 Spiele für Papenburg, 160 Tore) bestens ins Konzept, wie die Grün-Weißen in einer Pressemitteilung erklärten.

„Torben Lange ist sehr erfahren und wird unseren Angriff in der nächsten Landesliga Saison verstärken und hoffentlich für eine bessere Chancenverwertung sorgen. Er passt menschlich sehr gut in unseren Kader“, meinte Trainer Bernd Grotlüschen.

Mit Schouwer und Hellmers befreundet

Seit Jahren gibt es eine Verbindung von Lange zu den Firrelern. Einige gute Bekannte wie Tim Schouwer und Jan Hellmers spielen dort in Ostfriesland Fußball. Hellmers habe ihn angeschrieben, ob er nicht Lust hätte, noch ein Jahr da zu spielen, berichtet Lange. Immer wieder sei er mit GW-Trainer Bernd Grotlüschen in Kontakt gewesen. „Mit den Grotlüschens habe ich ja damals in Emden schon zusammengespielt.“ Zur Erinnerung: Von 2014 bis 2017 trug Lange das Trikot von Kickers Emden. „Dann kam halt ein Anruf von offizieller Stelle. Wir saßen dann zusammen.“ Letzte Woche habe man sich geeinigt. Lange gibt zu, dass ihm die Anfrage geschmeichelt habe. Und dass Firrel trotz seines Alters auf ihn setzt.

In erster Linie mache er es wegen der ganzen Kontakte, so Lange. „Der sportliche Ehrgeiz ist natürlich auch noch da. Auch wenn ich schon 37 bin, spiele ich lieber noch ein Jahr Landesliga als Kreisliga.“ Er habe Lust darauf, einfach noch ein Jahr Fußball zu spielen. „In Firrel kenne ich halt einige Spieler und auch den Trainer.“ Lange hebt das familiäre Umfeld dort hervor. „Das gefällt mir sehr gut. Deswegen probiere ich das einfach noch mal.“

Torben Lange stürmt künftig für Firrel.
Torben Lange stürmt künftig für Firrel.

Papenburg wäre keine Option gewesen

Natürlich habe er kurz nach der Winterpause das obligatorische Gespräch mit Blau-Weiß Papenburg geführt, sagt Lange. „Da habe ich nein gesagt. Aber das wäre auch keine Option gewesen, in Papenburg weiterzuspielen.“ Er sei jetzt 37, und der zweitälteste Spieler sei Eric Bruns mit 31. „Wir haben auch ganz viele junge Spieler. Die Altersstruktur passt dann einfach nicht mehr.“ Alle Seiten seien damit einverstanden gewesen.

In der abgelaufenen Saison bestritt Lange nur neun Landesligapartien (ein Tor) für die Papenburger. Langes einziger Saisontreffer war auch zugleich der letzte der Papenburger in dieser Spielzeit. Denn beim 6:1-Heimsieg gegen den VfL Oythe markierte der Torjäger in der 89. Minute den Treffer zum Endstand. Wegen einer Schambeinentzündung verpasste er fast die komplette Hinrunde.

Weiter im blau-weißen Vorstand aktiv

Der Trainer habe seine Mannschaft zusammengehabt, und er sei nicht mehr richtig reingerutscht, erklärt Lange. Und immer mal wieder habe er beim Training gefehlt. „Von daher kann ich niemandem so richtig einen Vorwurf machen. Ab und zu hätte ich mich schon in der Elf gesehen, aber letztendlich hat sich das dann nicht ergeben.“

Im Blau-Weiß-Vorstand wird er weiter mithelfen. Fußballerisch trennen sich die Wege, kreuzen sich in der nächsten Saison aber wieder. „Ich gehe nicht im Groll“, betont Lange. Aktuell sei er auch mit seinen Papenburgern auf Mannschaftsfahrt. „Wir machen ein paar Witze darüber und freue mich darauf. Das nimmt mir auch keiner übel, dass ich den Verein wechsle.“

Ähnliche Artikel