Unser neues altes Haus Emder Influencerin baut um – das tut sich auf der Baustelle
Janine Krause und ihr Mann renovieren ein Haus aus den 1920er-Jahren. Diese Zeitung ist beim Umbau dabei. In Teil drei der Serie zeigt die Emderin den Fortschritt und erstmals auch das Obergeschoss.
Emden - Seit wir Janine Krause vor knapp einem Monat das letzte Mal auf ihrer Baustelle in Emden besucht haben, ist einiges passiert. Es wurden Wände eingerissen und an anderer Stelle wieder hochgezogen, Holzbohlen geschliffen oder Terassentüren verbaut. Außerdem sind endlich die Mieter ausgezogen, die bis Ende Mai noch im Obergeschoss wohnten. Das wurde auch Zeit, denn Ende Juni wollen Janine Krause, ihr Mann Fabian und ihre beiden Kinder in ihr neues Haus umziehen. Bis dahin muss noch einiges passieren.
Janine Krause ist Content Creatorin und verdient ihr Geld mit ihrem Instagram-Account „ninivinterior“, dem mittlerweile rund 92.000 Menschen folgen. Dort hatte sie bisher vor allem Fotos und Videos aus ihrer aktuellen Wohnung geteilt, jetzt nimmt sie ihre Fans aber auch bei dem Umbau ihres neuen Hauses mit. Das stammt aus den 1920er-Jahren, hat gut 100 Jahre auf dem Buckel und ist sanierungsbedürftig. Auf den knapp 170 Quadratmetern will sich die junge Familie nun ihren Wohntraum verwirklichen.
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Das muss bis zum Umzug noch passieren
Im Untergeschoss entstehen gerade ein offener Flur, ein Gäste-WC, eine Küche, ein Ess- und Wohnzimmer sowie ein Arbeitszimmer. Küche, Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer sind mittlerweile jeweils über Durchbrüche beziehungsweise eine alte Schiebetür miteinander verbunden. Durch diese neuen Durchbrüche wirken die Räume deutlich größer und heller, als das noch bei unserem letzten Besuch der Fall war.
Was im Erdgeschoss bis zum Umzug Ende Juni nun noch ansteht? „Also der Boden wird jetzt zu Ende abgeschliffen. Das wird jetzt noch mal mit so einer feinen Körnung gemacht“, sagt Janine Krause. Danach sollen die alten Dielen dann mit einer hellen Lasur gestrichen werden. Außerdem müssen die neuen Durchbrüche verspachtelt, Leitungen zugemauert und Steckdosen und Fußleisten verlegt werden. Auch an die Wände kommt Farbe - dazu geht die 32-Jährige vermutlich eine Kooperation mit einem Farbhersteller ein. „Mein Mann sagt immer, er kann sich das mit der Farbe noch gar nicht so vorstellen, aber mir ist das total wichtig.“ Ziel bis zum Einzug ist es, dass zumindest diese Arbeiten am Boden und an den Wänden erledigt sein werden.
Böse Überraschung: Risse in den Wänden
Im Obergeschoss ist noch mehr zu tun – die ehemaligen Mieter sind ja auch erst vor kurzem ausgezogen. Entsprechend lange war es her, dass Janine und Fabian Krause selbst im Obergeschoss waren. „Wir waren erst einmal erschrocken“, sagt Janine Krause. Die Räume hätten doch ein bisschen schäbiger ausgesehen, als die beiden das von der Besichtigung des Hauses in Erinnerung hatten. Und dann waren da noch die großen Risse in der Wand zwischen der jetzigen Küche und einem der Schlafzimmer. „Da dachten wir ‚Oh Gott, wir haben das Haus kaputt gemacht. Haben wir etwas falsch gemacht mit den Durchbrüchen? Oder haben wir die Stahlträger unten vielleicht nicht richtig eingesetzt?“
Genau unter dieser Wand wurde im Erdgeschoss eine Mauer zwischen dem künftigen Wohn- und Esszimmer eingerissen, der Durchbruch wurde aber mit einem Stahlträger verstärkt. „Wir haben dann nochmal einen Statiker gerufen, der sich das noch einmal angeschaut hat. Es ist zum Glück nicht tragisch, weil es keine tragende Wand ist und auch kein Backstein, sondern Yton.“ Die Risse müssen nun lediglich geschlossen und verputzt werden.
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Das ist im Obergeschoss geplant
Im Obergeschoss sollen zwei Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer, ein Badezimmer sowie ein begehbarer Kleiderschrank und ein Raum für Waschmaschine und Co. entstehen. Hier haben Janine Krause und ihr Mann bereits die Tapeten von den Wänden und den alten Teppichboden herausgerissen. Darunter befand sich, wie auch im Erdgeschoss, ein alter Holzdielenboden. Der soll oben aber nicht komplett abgeschliffen werden, sondern lediglich angeschliffen und dann in einem Grauton lackiert werden.
Die jetzige Küche im Obergeschoss bleibt zunächst bestehen, weil mit der neuen Küche im Erdgeschoss wohl erst in etwa drei Monaten zu rechnen ist, sagt Janine Krause. Später soll im Obergeschoss dort ein Kinderzimmer entstehen. Auch das Badezimmer bleibt oben erst einmal so, wie es aktuell ist, damit die Familie einziehen kann.
Herausforderung Zeitmanagement
Generell zeigt sich die 32-Jährige aber durchaus zufrieden mit dem Baufortschritt. „Ich konnte das zwischenzeitlich gar nicht so einschätzen, was wir fertig kriegen bis zum Einzug. Da kam auch zwischendurch mein Perfektionismus durch, dass ich irgendwie am liebsten alle Räume sofort fertig gehabt hätte.“ Herausfordernd war aber auch die Organisation des Umbauprojekts, denn Fabian Krause geht Vollzeit arbeiten. „Sich die Zeit richtig einzuteilen, das war schon manchmal herausfordernd. Wir haben ja auch zwei kleine Kinder, die betreut werden müssen und dann kommen noch die Gewerke für Boden oder Heizung und die dürfen sich ja auch nicht in die Quere kommen.“
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Die kommenden Wochen dürften mit dem Umzug auf die Baustelle auch sicher noch einmal herausfordernd werden. „Ich kann es mir jetzt auch noch gar nicht vorstellen, hier drin zu sein, weil das jetzt noch so nach Baustelle aussieht. Aber trotzdem freue ich mich schon. Und dann auch nach und nach immer mehr Sachen zu umzusetzen, macht ja total Spaß.“