Autohaus in Flammen Erneut Großbrand in Wiesmoor
Im Wiesmoorer Ortsteil Voßbarg ist in der Nacht zu Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Ein Autohaus steht in Flammen. Es ist der zweite Großbrand innerhalb von zwei Monaten. Der Schaden geht in die Millionen.
Wiesmoor - Die Rauchsäule ist schon von Weitem zu sehen: Im Wiesmoorer Ortsteil Voßbarg ist in der Nacht zu Dienstag, 18. Juni 2024, aus noch ungeklärter Ursache Feuer in einem Autohaus ausgebrochen. Nicht nur das Gebäude, auch etliche Fahrzeuge wurden zerstört, darunter Pkw und Wohnmobile. Der Schaden geht nach Angaben der Polizei in die Millionen.
Die Feuerwehr wurde um 3.21 Uhr alarmiert. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die Werkstatt an der Pollerstraße nach Angaben von Feuerwehr-Pressesprecher Jan-Marco Bienhoff bereits in Vollbrand. Mehrere Gasflaschen explodierten. Aufgrund der sehr großen Hitzestrahlung breitete sich das Feuer rasend schnell aus. Die Flammen griffen auf das Hauptgebäude über und fanden dort reichlich Nahrung: Fahrzeuge, Betriebsstoffe, Reifen. Menschen hielten sich nach Angaben der Polizei nicht in dem Gebäude auf.
Fünf Feuerwehren im Einsatz
Mehr als 100 Feuerwehrleute aus Wiesmoor, Marcardsmoor, Strackholt, Aurich und Middels sind derzeit noch dabei, den Brand zu bekämpfen. Die Hauptstraße (B 436) ist an dieser Stelle in beide Richtungen gesperrt. Auch das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei sind im Einsatz. Die Feuerwehr wurde nach Angaben Bienhoffs durch einen Radbagger bei den Löscharbeiten unterstützt. Mit dem Gerät seien Teile der Außenfassade des Gebäudes entfernt worden, da in der Stahlkonstruktion an einen Innenangriff nicht zu denken sei, so der Pressesprecher.
Das Feuer sei mittlerweile unter Kontrolle. Ein Ende der Nachlöscharbeiten sei aber noch nicht absehbar, sagte Bienhoff gegen 9 Uhr. Die Polizei Aurich/Wittmund werde nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen, teilte Pressesprecherin Wiebke Baden mit.
Der Wiesmoorer Bürgermeister Sven Lübbers (parteilos) machte sich ebenfalls ein Bild am Ort des Geschehens. „Es ist meine Aufgabe, dann auch hier zu sein“, sagte er im Gespräch mit der Redaktion. „Da gehen Existenzen zu Grunde. Das ist ein echtes Drama.“ Mit den Ortsbrandmeistern sei vereinbart, dass er in solchen Fällen informiert werde. „Da steht man senkrecht im Bett“, bekannte Lübbers. „Wenn′s nachts klingelt, bedeutet das nichts Gutes.“
Erst vor zwei Monaten hatte es in Wiesmoor ein verheerendes Feuer gegeben. Am 13. April 2024 war das ehemalige Fehn-Hotel abgebrannt. Fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen.
Ehemaliges Hotel in Wiesmoor nach Feuer unbewohnbar
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