Vom Bundespräsidenten ausgezeichnet Max-Windmüller-Gymnasium holt sich renommierten Schulpreis ab
Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums in Emden haben den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ erhalten. Die Auszeichnung wurde von Frank-Walter Steinmeier übergeben.
Emden/Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze haben am Dienstag, 18. Juni 2024, in Berlin insgesamt 22 Preisträgerdelegationen mit mehr als 300 Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Junge Menschen aus ganz Deutschland und von den Deutschen Auslandsschulen hatten sich mit den weltweiten Herausforderungen unserer Zeit auseinandergesetzt und ihre Beiträge beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ eingereicht.
Zu den Preisträgern gehört auch das Emder Max-Windmüller-Gymnasium, das mit dem mit 5000 Euro dotierten Schulpreis ausgezeichnet wurde. Die Feier fand im historischen Stadtbad Oderberger Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg statt.
Das ist der Wettbewerb
Der von Engagement Global im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) durchgeführte Wettbewerb war unter dem Motto „Globaler Kurswechsel: Sei du selbst die Veränderung!“ in die Jubiläumsrunde zum 20-jährigen Bestehen gestartet. 306 Schulen mit über 33.000 Schüler nahmen an dem Wettbewerb teil.
Insgesamt waren 573 Beiträge eingereicht worden, darunter Musik- und Theaterstücke, Videobeiträge, Podcasts und Zeitungen, ebenso wie Gesellschaftsspiele, Kalender, Plakate und digitale Arbeiten. Mindestens genauso vielfältig wie die Beitragsformen war die Bandbreite der bearbeiteten Themen, die von Ungleichheiten und sozialer Gerechtigkeit über Flucht und Migration bis hin zu nachhaltiger Stadtentwicklung sowie Klima- und Ressourcenschutz reichte.
Das sagt die Jury
In ihrer Begründung für die Zuerkennung des Preises führte die Jury an: „Sein oberstes Leitziel hat das Max-Windmüller-Gymnasium in Emden an prominenter Stelle der Schulhomepage platziert: Das Motto ,Verantwortlich handeln – für eine bessere Zukunft eintreten‘ ist programmatisch für ihre zukunftsorientierte Ausrichtung. Als Unesco-, Umwelt- und Europaschule unterhält das Gymnasium Kontakte und Partnerschaften zu Schulen auf dem ganzen Globus, die sich zunehmend auf globale Themen und Bildung für nachhaltige Entwicklung konzentrieren.“
Die Schule selbst setze zwei inhaltliche Schwerpunkte. Mit Projekten wie dem „Straßenkind für einen Tag“ oder dem „Red Hand Day“ und als „Zweitzeugen“-Schule lege sie zum einen dem Fokus auf Menschenrechts- und Demokratiebildungsmaßnahmen. Zum anderen fördere sie explizit Klima- und Umweltbildung. Darüber hinaus zeichne sie sich durch die vielfältige Unterrichtsgestaltung und ihr breites Partizipationsangebots an die Schüler aus. Die systemische Integration von globalen gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themenstellungen sowie die vielen Austauschprogramme ermöglichten es daher Kindern und Jugendlichen am Max-Windmüller-Gymnasium, sich zu aktiv handelnden Weltbürger zu entwickeln.
Das sagen die Schüler
„Dass Frank-Walter Steinmeier und Svenja Schulze uns den Preis überreicht haben, war natürlich eine riesige Ehre und ein toller Moment. Den beiden einmal die Hand zu schütteln, war echt etwas Besonderes und es verdeutlicht auch die Bedeutsamkeit des Preises, der einer der renommiertesten Schulpreise Deutschlands ist“, so Mia Bredebusch, die im Klimarat am Max-Windmüller-Gymnasiums ist. Eine der Vorsitzenden des Klimarates, Julia Dietrich, ergänzt: „Wir fühlen uns durch die Preisverleihung sehr geehrt und freuen uns, dass unser vielfältiges Engagement auf nationaler Ebene wertgeschätzt wird. Außerdem konnten wir uns durch die anderen Schulen motivieren und inspirieren lassen und nehmen viel Energie für zukünftige Projekte mit.“
Das sagt die Politik
„Das Tolle an den Beiträgen dieser Wettbewerbsrunde ist, dass sie nicht nur Bewusstsein dafür wecken, dass wir dringend etwas tun müssen, sondern dass sie uns vor allen Dingen zeigen, was wir alles tun können“, so Bundespräsident und Schirmherr Frank-Walter Steinmeier. Es sei eine politische Aufgabe zu verhindern, dass die Gewinne des ökologischen Umbaus in die reichen Länder des Nordens fließen, während die armen Länder des Südens die Kosten tragen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit müsse gestärkt und Menschen in armen Ländern dabei unterstützt werden, sich eine bessere Zukunft aufzubauen.
„Sehr beeindruckt hat mich auch die Vielfalt der Schulen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben. Darunter sind auch Schulen, deren Schülerschaft es nicht so leicht hat, wie an manchen anderen Schulen. Schulen, die sich zum Beispiel ganz besonders dafür eingesetzt haben, neu zugewanderte Kinder ohne Deutschkenntnisse zu integrieren. Schulen, die sich die Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf auf die Fahnen geschrieben haben. Ich habe größten Respekt vor all den Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern und Kindern, die sich dafür engagiert haben“, sagte Entwicklungsministerin Svenja Schulze.