Berlin Für Abkühlung sorgen: So schützen Sie Ihr Tier vor Hitze
Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden im Sommer unter den hohen Temperaturen. Für manche von ihnen kann die Hitze sogar richtig gefährlich werden. Mit diesen Tipps sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier nicht überhitzt.
Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel leiden unter zu großer Hitze. Steigen die Temperaturen, brauchen die tierischen Familienmitglieder besonderen Schutz, denn Kreislauf und Körpertemperatur sind bei ihnen oftmals sehr sensibel. Bei hohen Temperaturen gilt daher: für viel Flüssigkeit und für ein schattiges Plätzchen sorgen.
Damit sich ihr Tier auch im Sommer wohlfühlt, sollten Sie laut Deutschem Tierschutzbund (DTSchB) folgende Dinge beachten:
Halten Tiere sich in der prallen Sonne auf oder bekommen nicht ausreichend Trinkwasser, kann es zu einer Überwärmung des Körpers und zu einem Hitzeschlag kommen. Kaninchen beispielsweise fühlen sich bei einer Temperatur unter 20 Grad am wohlsten. Bei 25 bis 28 Grad können sie bereits kollabieren.
Viele Hunde sind durch ihr dickes Fell und ihre kurze Schnauze besonders gefährdet. Erste Anzeichen einer Überhitzung können starkes Hecheln und Unruhe sein. Dringende Warnsignale sind: Erbrechen, Zittern und Gleichgewichtsstörungen.
Bei einem drohenden Hitzeschlag werden auch Katzen unruhig. Der Herzschlag und die Körpertemperatur der Tiere erhöhen sich und sie liegen hechelnd auf dem Bauch. Treten diese Symptome auf, sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Ein Hund braucht viel Bewegung und Auslauf. Ist es sehr heiß, sollten Spaziergänge und sportliche Aktivitäten allerdings auf keinen Fall in der Mittagshitze stattfinden, sondern auf den Morgen und Abend verlegt werden. Das Gleiche gilt für Tiere, die ihren Auslauf im Garten haben und für Ausritte mit dem Pferd.
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Tiere, die ihren Käfig im Freigehege haben, erleiden häufig einen Hitzeschlag. Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel sollten daher nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden.
Ein schattiges Plätzchen unter einem Baum oder einer Hecke ist ideal. Zu beachten ist jedoch, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages verändert und Sie die Tiere unter Umständen umsiedeln müssen. Zusätzliche Abkühlung bieten schattige Häuschen und ein feuchtes Handtuch über dem Gehege.
Wie auch Menschen sollten Tiere im Sommer ausreichend trinken, denn sonst drohen sie zu dehydrieren. Der Wassernapf von Hunden und Katzen sollte daher immer gefüllt sein. Sind Hundehalter mit ihrem Vierbeiner unterwegs, sollten Sie eine Wasserflasche mitnehmen.
Bei Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen sollte die Wassertränke täglich gewechselt werden, damit sich keine Bakterien ansiedeln können. Das Gleiche gilt für die Badehäuschen von Vögeln.
Übrigens: Bei Rekordhitze benötigen auch viele Wildtiere zusätzliches Wasser. Mit einer flachen Wassertränke im Garten oder auf dem Balkon helfen Sie den Tieren, ihren Durst zu stillen und sich abzukühlen.
Genauso wie kleine Kinder sollten Tiere niemals im Auto zurückgelassen werden. Auch bei bedecktem Himmel und geöffnetem Fenster kann es für Hunde, Katzen und Co. gefährlich werden, denn das Innere des Wagens kann sich schnell auf bis zu 50 Grad aufheizen.
Die Folgen für das Tier können Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufprobleme sein. Im schlimmsten Fall droht ein Hitzetod. Passanten, die im Sommer ein Tier in Not im Auto entdecken, sollten daher die Polizei oder Feuerwehr rufen.