Misshandelt und in Ems geworfen Neue Details zu versuchtem Mord an 17-Jähriger in Meppen
Vier junge Menschen hatten am 27. Mai eine 17-Jährige gefesselt, misshandelt und bewusstlos in die Ems geworfen. Nun gibt es weitere Erkenntnisse zu dieser brutalen Tat.
Meppen - Stundenlang misshandelt, gefesselt und bewusstlos in die Ems geworfen: Dieses Verbrechen vom 27. Mai 2024 in Meppen hat die Menschen schockiert. Das 17-jährige Opfer überlebte knapp. Nun hat die Staatsanwaltschaft weitere, bislang nicht bekannte Einzelheiten zu dem Fall bekannt gemacht.
Demnach traf sich eine 17-Jährige am 27. Mai mit vier Personen, die jetzt als Beschuldigte gelten und bis auf Weiteres in Untersuchungshaft bleiben. Es handelt sich dabei um zwei 19-jährige Männer und einen 24-Jährigen, alle aus Meppen, sowie eine 27-jährige Nordhornerin. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft ihnen vor, die 17-Jährige über Stunden in einem Waldstück nahe der Meppener Freilichtbühne körperlich misshandelt und ihr bewusstloses Opfer gefesselt in die Ems geworfen zu haben.
Suche in der Ems verläuft ergebnislos
Nachdem die 17-Jährige das Bewusstsein wiedererlangt hatte, konnte sie sich ans Ufer retten und Hilfe holen. Seitdem ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen versuchten Mordes. Unter anderem gab es eine große Suchaktion mit Tauchern in der Ems. „Bei dieser Suche wurde nichts gefunden. Eine weitere Suche ist derzeit nicht geplant“, teilte jetzt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.
Dass sich das Opfer und die Beschuldigten kannten, hatte die Staatsanwaltschaft bereits offengelegt. Nun nennt sie dazu weitere Informationen. „Das Opfer und die Beschuldigten kannten sich seit etwa einem Monat aus dem privaten Umfeld“, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft. Bei allen Beschuldigten lägen zudem Hinweise auf generellen Drogenkonsum vor. „Die drei männlichen Beschuldigten sind bereits polizeilich in Erscheinung getreten“, erklärt die Staatsanwaltschaft. Weitere Einzelheiten möchte man noch nicht mitteilen. Diese seien Gegenstand der Ermittlungen. Für diese wurde laut Staatsanwaltschaft eine Mordkommission gebildet.