Wildeshausen  Polizei und Staatsanwaltschaft holen sich Vermögen von Clanmitglied aus Niedersachsen

Bettina Dogs-Prößler
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Von Bettina Dogs-Prößler
| 02.07.2024 17:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Zuge der Ermittlungen gegen eine Wildeshauser Großfamilie im Bereich der Clankriminalität hat die Polizei gestern in Wildeshausen erneut zwei Gebäude durchsucht.Illustration - Polizei Foto: Marijan Murat / dpa
Im Zuge der Ermittlungen gegen eine Wildeshauser Großfamilie im Bereich der Clankriminalität hat die Polizei gestern in Wildeshausen erneut zwei Gebäude durchsucht.Illustration - Polizei Foto: Marijan Murat / dpa
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Nach mehreren Durchsuchungen bei einer Großfamilie aus Niedersachsen Anfang Februar hat die Polizei jetzt das Vermögen eines 34-Jährigen sichergestellt. Gegen ihn und weitere Angehörige wird im Zuge der Bekämpfung von Clankriminalität ermittelt.

Nach einer groß angelegten Razzia Anfang Februar im Zuge der Bekämpfung von Clankriminalität hat die Polizei von einem 34-jährigen Mann jetzt Bargeld, Fahrzeuge und weitere Güter gepfändet. Der Mann ist Teil einer Großfamilie aus Wildeshausen (Landkreis Oldenburg), gegen die Staatsanwaltschaft und Polizei bereits seit September 2023 umfangreich ermitteln.

Nachdem der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch gemeinsam mit der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen der Staatsanwaltschaft Osnabrück bereits Anfang Februar ein bedeutender Schlag gegen den Clan gelang, wurden am Montag erneut zwei Objekte in Wildeshausen durchsucht.

Laut Polizei sollte mit der Aktion Vermögen eines 34-jährigen Clanmitglieds in Höhe von 232.000 Euro sichergestellt werden, das offenbar auf illegale Weise erlangt worden war. Der sogenannte Vermögensarrest war vom Amtsgericht Osnabrück auf Antrag der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen erlassen worden.

Bei der Aktion wurden die Beamten der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch auch von Diensthundeführern der Polizeidirektion Oldenburg unterstützt. Dabei stellten sie nach Mitteilung der Behörde Bargeld, zwei Fahrzeuge und weitere Güter im Wert von 108.000 Euro sicher. Darunter befinde sich auch ein ganz erheblicher Teil des Warenbestands des Beschuldigten, der als selbständiger Kaufmann tätig ist. Zeitgleich pfändeten Rechtspfleger der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen die Konten des 34-jährigen Wildeshausers.

Mit der im Vorfeld sorgfältig vorbereiteten Maßnahme sollte ausschließlich das Vermögen des Beschuldigten abgeschöpft werden, das offenbar anhand von Straftaten erworben worden war. Die Ermittlungen in diesem umfangreichen Verfahren dauern nach wie vor an.

Nachgewiesen wurde bereits, dass Angehörige der Großfamilie bandenmäßig im großen Stil mit Marihuana und Kokain gehandelt hatten. Im Zuge der Razzien Anfang Februar waren zwei Clanmitglieder verhaftet worden.

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