Saris-Cup in Holtland  SVW mit treffsicheren Ex-Leeranern dominiert Gruppe B

Malte Eden
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Von Malte Eden
| 14.07.2024 14:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Wilhelmshavener Neuzugänge Piotr Gherman (links) und Valeriu Gaiu (Mitte) treffen im Finale auf ihren Ex-Verein Germania Leer. Foto: Doden, Emden
Die Wilhelmshavener Neuzugänge Piotr Gherman (links) und Valeriu Gaiu (Mitte) treffen im Finale auf ihren Ex-Verein Germania Leer. Foto: Doden, Emden
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Der SV Wilhelmshaven ist als Gruppenerster souverän ins Finale des Saris-Cups eingezogen. Damit kommt es für Piotr Gherman und Valeriu Gaiu zu einem Wiedersehen mit ihrem Ex-Verein Germania Leer.

Holtland - So etwas hat es beim Saris-Cup wohl noch nie gegeben: Das traditionelle Fußballturnier des SV Holtland verlief am Freitag ungewöhnlich. Die Gruppe A, die aus Germania Leer, Blau-Weiß Papenburg und Hansa Frisoythe besteht, konnte die Spiele wegen des Starkregens nicht austragen. Das Unwetter mit Gewitter führte am Abend zum Spielabbruch. „Wir haben uns im Anschluss darauf geeinigt, dass wir den Spieltag der Gruppe A mit einem Elfmeterschießen beenden“, sagt Torsten Wanke, 1. Vorsitzender des SV Holtland. Am Samstag konnte das Turnier, das zum 13. Mal stattfindet, mit den Spielen der Gruppe B fortgesetzt werden.

Gruppe A

Die Landesligisten VfL Germania Leer und Blau-Weiß Papenburg hatten knapp 30 Minuten gegeneinander gespielt, ehe entschieden wurde, dass wegen des schlechten Wetters nicht mehr weitergespielt werden konnte. Die Turnierleitung einigte sich auf ein Elfmeterschießen zwischen den drei Teams. Germania Leer gewann sowohl gegen Papenburg mit 4:2 als auch gegen Hansa Friesoythe knapp mit 5:4. Die Leeraner sicherten sich den Gruppensieg und zogen souverän ins Finale ein.

Friesoythe gewann vom Elfmeterpunkt mit 5:4 gegen Papenburg. Als Gruppenzweiter reist der Bezirksligist am Montag ebenfalls wieder nach Holtland und spielt um Platz drei.

Gruppe B

Am Samstag war das Wetter etwas besser im Vergleich zum Freitag. Trotzdem regnete es auch an diesem Tag ziemlich stark. Oberligist SV Wilhelmshaven setzte sich durch und wurde Gruppensieger. Landesligist GW Firrel landete auf dem zweiten Platz, Bezirksligist SV Wallinghausen schied aus dem Turnier aus.

Reinhard Grotlüschen (am Ball) traf im Spiel gegen Wallinghausen doppelt. Foto: Doden, Emden
Reinhard Grotlüschen (am Ball) traf im Spiel gegen Wallinghausen doppelt. Foto: Doden, Emden

SV Wallinghausen – GW Firrel 0:5. Es war ein einseitiges Spiel zwischen dem SV Wallinghausen und GW Firrel. Schon in der siebten Minute führte Firrel mit 2:0 durch Manuel Suda. Die Firreler waren sehr energisch und übten dauerhaft Druck auf den Ball aus. So schaffte es Wallinghausen nur selten, überhaupt aus der eigenen Hälfte zu kommen. Firrel bestimmte das Spiel über weite Strecken. Der Landesligist spielte zielstrebig und kreierte viele Torchancen. Immer wieder kam das Team mit Tempo über die Außen oder spielte den entscheidenden Steckpass durch die Wallinghausener Abwehr. Es gab mehrere sehr gefährliche Torchancen und einige blieben auch ungenutzt, indem der Ball am Aluminium abprallte. Dennoch fiel der Firreler Sieg nach 45 Spielminuten am Ende klar aus.

Tore: 0:1, 0:2 Suda (5., 7.), 0:3, 0:4 Reinhard Grotlüschen (17., 22.), 0:5 Schönfelder (37.).

GW Firrel – SV Wilhelmshaven 1:3. Es war ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Es war viel Tempo in dem Duell und es ging schnell von einem Tor zum anderen. Wilhelmshaven ging mit 1:0 in Führung, doch Firrel gab alles für den Ausgleich und schaffte diesen durch ein Elfmetertor. Beide Mannschaften führten die Zweikämpfe intensiv, sodass es jeweils einen Platzverweis pro Team gab: Der Wilhelmshavener Ervin Catic (35.) und der Firreler Samuel Schönfelder (45.) sahen jeweils Gelb-Rot. Das Spiel war bis zum Schluss spannend und in der letzten regulären Spielminute traf Piotr Gherman, der von Germania Leer nach Wihlemshaven gewechselt war, zum 2:1. Daraufhin drangen die Firreler nach vorne, um auszugleichen. Allerdings verloren sie hoch den Ball und fingen sich einen Konter, der erfolgreich von Valeriu Gaiu – ebenfalls von Germania Leer zum SVW gewechselt – zum 3:1 ausgespielt wurde.

Tore: 0:1 Rister (13.), 1:1 Suda (Elfmeter, 25.), 1:2 Gherman (45.), 1:3 Gaiu (45.+3).

SV Wilhelmshaven – SV Wallinghausen 5:1. Auch hier entwickelte sich eine einseitige Partie. Der SV Wilhelmshaven gab den Ton an und dominierte. Wallinghausen schien etwas überfordert und verlor mehrmals im Aufbauspiel den Ball. Wilhelmshaven ließ diese Fehler nicht unbestraft. Durch schöne Kombinationen erspielten sich die Wilhelmshavener ihre Tore. Tim Rister traf dreimal, Piotr Gherman schoss das 5:0. Wallinghausen hatte indes wenig entgegenzusetzen. Kurz vor Schluss gelang den Ostfriesen der Ehrentreffer: Bent Bogena erzielte mit einem Distanzschuss in den Knick das 1:5.

Tore: 1:0, 2:0 Rister (6., 13.), 3:0 Trejo (19.), 4:0 Rister (27.), 5:0 Gherman (34.), 5:1 Bogena (37.).

Für Piotr Gherman und Valeriu Gaiu kommt es am Montag zu einem Wiedersehen mit ihrem Ex-Verein. Gegen Germania Leer spielen sie im SVW-Trikot um den Turniersieg. Anpfiff in Holtland ist um 20 Uhr. Zuvor, um 18.15 Uhr, treffen Hansa Friesoythe und GW Firrel im Spiel um Platz drei aufeinander.

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