Derby gegen Meppen  Neuer Kickers-Kapitän Steffens ist heiß auf seine Rekordkulisse

| | 30.07.2024 16:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Tido Steffens (rechts) ist der dienstälteste Kickers-Spieler. Seit 2011 läuft er schon für die Emder auf. Bastian Dassel hat er als Kapitän jetzt abgelöst. Archivfoto: Doden/Emden
Tido Steffens (rechts) ist der dienstälteste Kickers-Spieler. Seit 2011 läuft er schon für die Emder auf. Bastian Dassel hat er als Kapitän jetzt abgelöst. Archivfoto: Doden/Emden
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Kickers Emden brennt auf den Saisonstart am Freitag gegen den SV Meppen hin. Tido Steffens ist stolz darüber, die Mannschaft jetzt als Kapitän anführen zu dürfen.

Emden - Die Vorfreude ist dem neuen Kapitän richtig anzumerken. Tido Steffens brennt mit seinen Mannschaftskameraden auf den Saisonauftakt am kommenden Freitag (19 Uhr, Liveblog auf oz-online.de) gegen den SV Meppen. Und für den 30-Jährigen ist es auch ein ganz besonderes Spiel. Erstmals wird er die Mannschaft als erster Kapitän aufs Feld führen, zudem wird es für ihn wohl auf eine neue Rekordkulisse in einem Pflichtspiel im Ostfrieslandstadion hinauslaufen.

„Die Begeisterung ist überall zu spüren. Ich kann mich noch daran erinnern, dass in einem Testspiel gegen Werder Bremen vor Jahren mal 4000 Zuschauer da waren, das wird am Freitag ja vielleicht noch einmal getoppt werden. Alle Kartenwünsche aus meinem Umfeld konnte ich gar nicht erfüllen“, kann der Torjäger es kaum erwarten, die ersten Angriffe gegen den SV Meppen zu starten.

Stolz über das Kapitänsamt

Schon in der letzten Spielzeit führte Steffens das Team für den verhinderten Bastian Dassel sehr häufig aufs Feld, nach dessen Karriereende ist Steffens‘ Position in der Kabine noch wichtiger geworden. „Jetzt bin ich der erste Ansprechpartner. Ich bin schon sehr stolz, dass ich vom Trainerteam ausgewählt und gefragt worden bin, ob ich mir das Amt vorstellen kann. Jetzt muss ich in diese Aufgabe aber erst einmal reinwachsen“, so Steffens, der schon seit der Jugend für Kickers spielt und seit 2011 für die Emder die Fußballschuhe schnürt. Seine ersten Schritte machte er beim SV Arle, danach spielte er noch zwei Jahre für den SV Hage.

Dabei ist Steffens als routinierter Kapitän jetzt natürlich auch für die Integration der Neuzugänge da. Insgesamt acht Spieler haben die Emder verpflichtet, darunter viele junge, hungrige Akteure. „Kickers Emden ist da schon etwas Besonderes, das haben die Jungs aber gleich angenommen und auch richtig Bock darauf. Es ist schon etwas anderes, ob ich in einer Nachwuchsmannschaft von Hannover oder Werder spiele oder jetzt in einer ersten Mannschaft bei einem Traditionsverein“, so Steffens.

Gutes Gefühl vor Saisonstart

Vor dem Saisonstart hat er jedenfalls ein wesentlich besseres Gefühl als nach dem Aufstieg 2022. „Wir sind viel besser vorbereitet, haben natürlich auch einen qualitativ deutlich stärkeren Kader als vor zwei Jahren“, blickt der Angreifer der Saison zuversichtlich entgegen. Vor allem in der Breite sei die Mannschaft stärker aufgestellt, auch in seinem Mannschaftsteil, der Offensive, gebe es durch Joshua Dudock (19 Jahre, Mittelstürmer von Werders U19), Mika Eickhoff (20 Jahre, offensives Mittelfeld, Werder U23) oder Michael Igwe (21 Jahre, Rechtsaußen, Teutonia Ottensen) mehr Optionen.

Das Ziel sei es, einen Mittelfeldplatz zu belegen und so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Und damit soll am besten schon gegen den SV Meppen angefangen werden. „Klar ist Meppen der Favorit. Aber vor unseren Fans traue ich uns durchaus einiges zu.“

Gespannt auf den neuen Rasen

Gespannt sind die Emder Spieler auch auf ihren neuen Teppich. Nach der großen Platzsanierung in diesem Sommer dürfen sie an diesem Mittwoch erstmals auf dem neuen Rasen trainieren. „Da freuen wir uns riesig drauf. Endlich hört dieses Glücksspiel im Herbst vor den Heimspielen auf, ob wir denn spielen können oder nicht“, ist der Maschinenbau-Ingenieur (Offshore-Branche) froh, dass künftig eine wesentlich größere Sicherheit herrscht.

„Der Saisonstart ist schon enorm wichtig. Nach Meppen kommt gleich das Pokalderby in Oldenburg, dann geht es gegen Lohne und dann wieder nach Oldenburg. Dann werden wir schon eine Tendenz sehen“, hofft Steffens, dass der ein oder andere Punkt eingesammelt werden kann. Vielleicht beginnt der BSV ja damit schon am Freitag mit einem Tor des Kapitäns gegen den SV Meppen.

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