Fußball-Bezirksliga  Middels-Coach sieht Kader stärker als in der letzten Saison

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 01.08.2024 18:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
TuS-Trainer Tobias Ryl (hinten, von links) freut sich über seine Neuzugänge Marco Mouzong, Yannick Reinema, Christopher Agbodoh, (vorne, von links) Kedin Muwenge, Christian Miranda Cordeiro und Lukas Michael. Foto: Steenhoff
TuS-Trainer Tobias Ryl (hinten, von links) freut sich über seine Neuzugänge Marco Mouzong, Yannick Reinema, Christopher Agbodoh, (vorne, von links) Kedin Muwenge, Christian Miranda Cordeiro und Lukas Michael. Foto: Steenhoff
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Trainer Tobias Ryl möchte mit dem TuS Middels eine bessere Platzierung als der letztjährige Rang acht erreichen. Sechs neue Spieler stehen sechs Abgängen gegenüber.

Middels - Jenseits von Gut und Böse, so in etwa könnte man das Abschneiden des Fußball-Bezirksligisten TuS Middels in der vergangenen Saison wohl am besten beschreiben. Das ausgegebene Saisonziel, oberes Tabellendrittel, hat die Mannschaft, rein numerisch gesehen mit Tabellenrang acht nicht ganz erreicht, musste Trainer Tobias Ryl feststellen. „Einige Spieltage vor Saisonende wäre eine Platzierung noch zwischen Rang drei und neun möglich gewesen. Am Ende ist es aber Makulatur, ob wir tabellarisch zwei bis drei Plätze besser abgeschnitten hätten.“

Wichtig war es letztlich auch, dass sich der TuS Middels wieder für den Ostfriesland-Cup qualifizieren konnte. „Sportlich gesehen bin ich aber nicht ganz zufrieden, denn wir hatten mehr Potenzial in der Mannschaft.“

Middels-Kader

  • Zugänge: Christopher Agbodoh (USA), Lukas Michael (Frisia Wilhelmshaven), Marco Mouzong (SpVg Aurich), Kedin Muwenge (SV Wallinghausen), Yannick Reinema (SV Wittmund), Christian Cordeiro (SV Brake).
  • Abgänge: Amar Karan, Ibrahim Balhas, Kacper Kempisty (alle SpVg Aurich), Koami Hedirovi, Saldin Dacic (beide berufliche Gründe), Kevin Hollmann (TuS Esens).
  • Tor: Siegfried John, Ali Malla Hamud.
  • Abwehr: Manuel Menzel, Noah Kübler, Marco Mouzong, Vaja Ivaniadze, Jan Lakeberg, Gyoksel Rasim, Galvany Kiasuva, Lukas Michael, Marco Voigt.
  • Mittelfeld: Christian Cordeiro, Yannick Reinema, Christoph Wirz, Kedin Muwenge, Felix Schmauder, Dirok Omar, Orges Sokoli.
  • Angriff: Christopher Agbodoh, Justin Solomon, Henning Corell, Glen Sokoli.
  • Trainer: Tobias Ryl (seit: Juli 2023).
  • Saisonziel: Oberes Drittel.
  • Meisterschaftsfavoriten: TuS Pewsum, TuS Esens.

Veränderungen im Kader

Wie im Vorjahr verzeichnet der TuS sechs Abgänge und sechs Neuzugänge. „Qualitativ haben wir uns verbessert“, sagt Trainer Ryl. „Die Jungs haben im Training einen guten Eindruck gemacht und das hat man auch bis zum Vorbereitungsspiel gegen Frisia Wilhelmshaven gemerkt. Gegen Wallinghausen im Pokal hatten wir dann aber keinen guten Tag.“ Vor allem punktuell sich zu verstärken, war die Maßgabe des Trainers. „Und wichtig war es uns, dass der Kern der Mannschaft gehalten wird und das hat geklappt. Gerne hätten wir sicherlich noch den einen oder anderen Spieler nach Middels geholt“, ist Ryl letztlich aber mit der Zusammensetzung des Kaders zufrieden. „Aber es ist auch nicht so einfach, die Spieler zu bekommen, die man haben will.“

Der Trainer

Der Middelser Trainer, der auch noch in der DFB-Talentförderung aktiv ist, arbeitet dabei viel mit jungen Spielern, die von namhaften Vereinen kommen. Dies bedeutet natürlich auch, dass die Spieler seiner Mannschaft dann auch vermehrt spielerische und taktische Vorgaben umzusetzen haben. „Daran mussten sich die Spieler erst einmal gewöhnen. In diesem Jahr merkt man aber, dass es schon besser geworden ist,“ stellt Ryl fest. „Inzwischen kennen die Spieler ja auch ihren Trainer.“ Natürlich will der TuS Middels einen schönen Fußball spielen. „Doch manchmal schlägt eben die Mentalität die Qualität“, so Ryl.

Die eigenen Ziele

Wie der TuS am Ende der Saison abschneidet, das hängt nach Ansicht von Trainer Ryl vor allem auch davon ab, wie der Start seiner Mannschaft in die Spielzeit gelingt. „Die ersten sechs bis acht Spieltage werden es zeigen.“ Das letztlich mehr als der letztjährige achte Tabellenrang erreicht werden soll, ist aber das Ziel.

Ganz oben erwartet der Middelser Trainer aufgrund der Erfahrung aus dem Jahr Landesliga den TuS Esens. Eine sehr gute Rolle sollte, so Ryl, auch der TuS Pewsum spielen, der sich gut verstärkt habe.

Unsere Prognose

Da sich Middels aufgrund der sechs Neuen und sechs Abgänge mehr oder weniger quantitativ als auch qualitativ gleichwertig verstärkt hat, ist mit einem Abschneiden wie in der vergangenen Saison zu rechnen. Wichtig für eine bessere Platzierung wird sein, wie schnell sich die neuen Spieler integrieren. Insgesamt aber dürfte Middels sich auch am Ende dieser Saison wieder im Bereich von Rang fünf bis Rang zehn einfinden.

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