Überblick der jüngsten Fälle Schon wieder Rhauderfehn – Polizei muss immer häufiger ausrücken
In den vergangenen Monaten musste die Polizei auffällig häufig zu Einsätzen ins Zentrum nach Rhauderfehn ausrücken. Am Donnerstagabend, 8. August, gab es den bislang größten. Ein Überblick.
Rhauderfehn - In Rhauderfehn hat es in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Polizeieinsätze gegeben. Am Donnerstagabend, 8. August 2024, eskalierte die Situation mit drei jungen Leuten beim Rathaus. Dabei wurden vier Polizisten verletzt. Tatorte der weiteren Fälle waren unter anderem das Untenende, der Automatenkiosk, der Busbahnhof, und das Naherholungsgebiet Oll Wiek. Wir geben einen Überblick über die einzelnen Fälle:
8. September 2023 – Schlägerei im Ortszentrum
Es kam zu einer Schlägerei vor dem Rathaus, die einen Polizeieinsatz auslöste. Details über die Beteiligten und die genauen Abläufe sind nicht bekannt.
25. November 2023 – Schlägerei am Busbahnhof
An diesem Samstagabend wurde der Polizei eine größere Schlägerei in der Straße Am Bahnhof gemeldet. Eine Gruppe von circa 30 Jugendlichen, unter denen auch ein 14-Jähriger aus Rhauderfehn war, hatte einen Streit begonnen. Der 14-Jährige wurde verletzt. Die Polizei fand bei zwei Personen Pfefferspray und einen Schlagstock. Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.
Im Mai 2024 – Rechtsradikale Schmierereien
Im Naherholungsgebiet Landschaftspfad Oll Wiek entdeckte Erhard Meiners im Mai 2024 an einer von Jugendlichen genutzten sechseckigen Schutzhütte Aufschriften wie „Hitler lässt grüßen“ und „AFD an die Macht“. Die Hütte sollte ein gemütlicher Treffpunkt für alle sein, wurde jedoch mit dickem Filzstift beschmiert, was für große Verärgerung bei Ortsbürgermeisterin Margarete Niemann und ihren Mitstreitern sorgte.
21. Mai 2024 – Hose heruntergelassen
Gegen 19.30 Uhr ließ ein betrunkener, 35-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz an der Straße Am Bahnhof seine Hose herunter und beleidigte Passanten. Die Polizei traf ein, stellte die Personalien des Mannes fest und erteilte ihm einen Platzverweis. Ein Augenzeuge hatte den Vorfall zur Anzeige gebracht.
26. Mai 2024 – Angebliche Bedrohung mit einem Messer
In der Nacht zu Sonntag zwischen 1 und 2 Uhr wurden Streitereien und eine angebliche Messerbedrohung durch einen Mann gemeldet. Die Polizei schickte drei Streifenwagen zum Busbahnhof und Automatenkiosk, fand jedoch nur noch eine Personengruppe vor. Ein 18-jähriger Rhauderfehner verhielt sich aggressiv und erhielt einen Platzverweis. Messerbedrohung oder strafrechtlich relevante Handlungen wurden nicht festgestellt.
24. Juni 2024 – Schlägerei am Untenende
Am Montagabend gegen 18.30 Uhr eskalierten am Untenende Streitigkeiten zwischen mehreren Personen, darunter auch Minderjährige, in eine handfeste Schlägerei. Die Polizei fand heraus, dass sich mehrere männliche Personen an der Auseinandersetzung beteiligt hatten. Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurden eingeleitet.
27. Juni 2024 – Streit und Ruhestörungen
Gegen 23 Uhr geriet ein 28-jähriger Rhauderfehner am Untenende in Streit mit einer Gruppe und beschädigte eine Mauer. Der Mann pöbelte zudem Kunden im Automatenkiosk an und erhielt Hausverbot. Bei einem Alkoholtest ergab sich ein Wert von 1,35 Promille. Der Mann wurde zur Dienststelle gebracht. In derselben Nacht gab es zwei weitere Einsätze wegen Ruhestörungen durch laute Musik und Gebrüll. Beim zweiten Einsatz gegen 3.45 Uhr wurden zwei Personen zur Ruhe ermahnt.
8. August 2024 – Vier Polizisten verletzt
Am Donnerstagabend, 8. August 2024, wurden vier Polizeibeamte bei einem Einsatz in Rhauderfehn verletzt. Ein 33-Jähriger hatte die Polizei alarmiert, nachdem er von einem 17-Jährigen beleidigt und zu einer Schlägerei aufgefordert worden war. Bei der Festnahme des amtsbekannten Jugendlichen leistete dieser erheblichen Widerstand, wobei auch seine zwei Begleiter eingriffen und die Situation eskalierte. Zwei der verletzten Beamten waren danach nicht mehr dienstfähig. Insgesamt wurden drei Personen in Gewahrsam genommen. Der Einsatz, bei dem 14 Polizisten und sieben Streifenwagen beteiligt waren, wurde von den Polizeidienststellen aus Leer, Cloppenburg/Vechta und Emsland/Grafschaft Bentheim unterstützt.
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