Aufsteiger belohnt sich nicht Germania Leer bleibt punktlos – 0:1 gegen Dodesheide
Der Landesliga-Aufsteiger aus Ostfriesland bot am Sonntag zwar eine ansprechende Leistung, schaffe es aber nicht, ein Tor zu erzielen. Allen voran der Kapitän verzweifelte vor dem gegnerischen Kasten.
Leer - Germania Leer hat am Sonntag wieder gezeigt, dass sie in der Fußball-Landesliga mithalten kann. Und doch steht der Aufsteiger aus Ostfriesland nach drei Spieltagen als einzig punktloses Team ganz unten in der Tabelle. Dagegen thront der SSC Dodesheide, Mitaufsteiger aus Osnabrück, ganz oben. Er gewann am Sonntag vor rund 120 Zuschauern mit 1:0 im Leeraner Hohehellern-Stadion. „So ein Spiel darfst du niemals verlieren“, ärgert sich Germania-Trainer Erhan Colak. „Vorne lassen wir einfach zu viele Chancen liegen. Und hinten wurde ein dicker Fehler bestraft.“ In der 82. Spielminute verlor die ansonsten so aufmerksame Leeraner Defensive Dodesheides Luciano Faraci aus den Augen, sodass dieser eine Flanke aus acht Metern unbedrängt verwerten konnte. Es war das einzige Tor des Tages.
Gästetrainer Yannick Flottmann war entsprechend zufrieden nach der Partie. „Mit drei Siegen aus drei Spielen haben wir einen echten Traumstart in der Landesliga hingelegt“, so Flottmann. „Hinten standen wir heute gut. Vorne haben wir dieses eine Tor gemacht und somit drei Punkte in einer ansonsten recht ausgeglichenen Partie eingefahren. So macht die lange Rückfahrt doppelt und dreifach Spaß.“
Starker Florian Demhartner ist einmal chancenlos
Die beiden Aufsteiger boten von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel. Die Germanen arbeiteten sehr gut gegen den Ball und zeigten sich laufstark. Die erste Chance erarbeitete sich Leers Angreifer Roman Antoneko. Der Neuzugang erkämpfte sich in der siebten Minute im Strafraum den Ball, kam aber nicht zum Abschluss, ehe ihm der Ball von Dodesheide-Keeper Finn-Philipp Popescu weggeschnappt wurde. Drei Minuten später gab Antonenko den Vorbereiter: Nach seiner Hereingabe bekam Kapitän Nick Kaßmann allerdings nicht genug Druck hinter den Ball, sodass dieser leichte Beute für Popescu war.
Spieldaten
Leer: Demhartner; Saracoglu, Torres, Ichim, Antonenko (67. Mdayhli), Kaßmann, Nazari (46. Kruth), Martian, Carmanov (86. Butau), Sanchez, Cesnocov
Tor: 0:1 Faraci (82.)
In der 18. Spielminute kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Leeraner Tor. Den Gewaltschuss von Luciano Faraci konnte Germania-Torwart Florian Demhartner im Nachfassen sichern. Bei einem weiteren Abschluss von Faraci musste Demhartner sein ganzes Können zeigen. Feraci ließ mehrere Gegenspieler aussteigen und drosch den Ball aus zehn Metern aufs Tor, Demhartner bekam rechtzeitig die Hände nach oben gerissen und parierte glänzend. Kurz vor der Pause war Baran Saracoglu dem 1:0 nahe. Doch der 20-Meter-Schuss des Außenverteidigers strich knapp am Pfosten vorbei. Somit ging es torlos und leistungsgerecht mit einem Remis in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel hatte allen voran Nick Kaßmann Möglichkeiten für Germania Leer. In der 55. Minute ging seine Direktabnahme nach einer Ecke ebenso vorbei wie sein Schuss aus freistehender Position in der 72. Minute. Im direkten Gegenzug musste sich Leers Torwart Florian Demhartner wieder auszeichnen. Er parierte einen Schuss aus spitzen Winkel von Luciano Faraci. In der 82. Minute war der Youngster aber machtlos gegen Dodesheides Nummer 18. Aus acht Metern konnte Faraci einschieben. Da passte ausnahmsweise mal nicht das Stellungsspiel der Leeraner Verteidiger. Weil auch ein weiterer Kaßmann-Abschluss – diesmal ein Kopfball – nicht den Weg ins Tor fand, stand Germania am Ende wieder mit leeren Händen da. „Wir zahlen leider wieder Lehrgeld. Wir müssen uns mal belohnen“, sagt Leer-Trainer Erhan Colak.