Neues Kindergartenjahr  Mangelware Kitaplatz – so ist die Lage im Kreis Leer

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 21.08.2024 07:57 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Deutschlandweit gibt es zu wenig Kindergarten- und Kita-Plätze. So ist die Lage im Kreis Leer. Symbolfoto: Skolimowska/dpa
Deutschlandweit gibt es zu wenig Kindergarten- und Kita-Plätze. So ist die Lage im Kreis Leer. Symbolfoto: Skolimowska/dpa
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Kindergärten- und Kitaplätze sind oft Mangelware. Wir haben zum Start des neuen Kita-Jahres bei einigen Kommunen im Landkreis Leer nachgefragt, wie dort die Situation ist.

Landkreis Leer - Die Ferien sind vorüber. Für viele Kinder bedeutet das: erster Schultag. Oder aber der erste Tag in Kindergarten oder Kindertagesstätte (Kita). Doch immer wieder gibt es Meldungen, dass nicht alle Eltern Betreuungsplätze für ihre Kinder ergattern können. Grund ist unter anderem der Personalmangel, schreibt zum Beispiel die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Wir haben das zum Anlass genommen, in einigen Kommunen im Landkreis Leer nachzufragen, wie der Stand der Dinge ist. Das sind die Antworten.

Warten auf Kindergarten-Plätze

In der Stadt Weener warten aktuell noch einige Eltern auf Kindergarten-Plätze für ihren Nachwuchs. „Aktuell haben elf Kinder noch keinen Kindergartenplatz. Hiervon sind sechs Anmeldungen jedoch erst nach der offiziellen zentralen Platzvergabe bei der Stadt eingegangen“, teilt Stadtsprecherin Kerstin Beier auf Nachfrage mit.

In den Kitas und Kindergärten werden die Kinder spielerisch betreut. Symbolfoto: Anspach/dpa
In den Kitas und Kindergärten werden die Kinder spielerisch betreut. Symbolfoto: Anspach/dpa

Im Krippenbereich sehe es entspannter aus: Dort seien aktuell zwei Kinder auf der Warteliste. „Da in zwei Einrichtungen wenige Plätze frei sind, wird den Eltern dieser Kinder in den nächsten Tagen ein Betreuungsangebot gemacht werden können“, schreibt Beier.

Auch in Moormerland sind noch nicht alle versorgt, teilt Timo Pistoor von der Gemeindeverwaltung mit. „In Summe haben wir derzeit noch 30 Kinder auf unserer Warteliste“, schreibt Pistoor. „Aus unterschiedlichen Gründen haben sich die Kindergartenneubauten in Neermoor und Warsingsfehn leider verzögert, sodass nicht allen Kindergartenkindern ein Platz direkt nach Ende der Sommerferien angeboten werden konnte“, schreibt er. Es sei erst im kommenden Jahr damit zu rechnen, dass die Einrichtungen eröffnet werden.

In Moormerland warten noch einige Kinder auf Betreuungsplätze. Symbolfoto: Anspach/dpa
In Moormerland warten noch einige Kinder auf Betreuungsplätze. Symbolfoto: Anspach/dpa

Um den Kindern dennoch möglichst bald eine Betreuung anbieten zu können, wird die Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH Emden (OBW) im Oktober 2024 einen zweigruppigen Kindergarten in Containerbauweise am Kreisel in Veenhusen errichten. Ist der in Betrieb, stehe allen Kindern ein Platz zur Verfügung. Einige Eltern und Erziehungsberechtigte seien nachdem die Wunschplätze abgesagt wurden aber auch auf einen Nachmittagsplatz ausgewichen, andere hätten mit Blick auf die Eröffnungen im nächsten Jahr ihre Anmeldungen zurückgezogen.

In Uplengen sind noch Plätze frei

Entspannter sei die Lage dagegen in der Samtgemeinde Hesel, sagt deren Bürgermeister Uwe Themann. „Auch wenn nicht allen Erziehungsberechtigten für ihr Kind ein Platz in ihrer Wunsch-Kita angeboten werden konnte, war es möglich allen Eltern einen Kindergartenplatz innerhalb unserer Samtgemeinde für dieses Jahr zu bieten“, sagt er. Dies war möglich, da in der Kita Hesel eine neue Vormittagsgruppe eingerichtet wurde.

In Hesel konnten allen Eltern Plätze angeboten werden. Symbolfoto Skolimowska/dpa
In Hesel konnten allen Eltern Plätze angeboten werden. Symbolfoto Skolimowska/dpa

Auch Beate Bäuerle, Sachgebietsleiterin Personal, Organisation, Kindertagesstätten und Schulen in der Gemeinde Uplengen, hat gute Neuigkeiten. „Wie auch in den vergangenen Jahren konnte allen Kindern in der Gemeinde Uplengen ein Krippen- beziehungsweise Kindergartenplatz angeboten werden“, schreibt sie.

Aus dem Dorfgemeinschaftshaus in Jübberde wurde eine neue Kita gemacht. Foto: Heinig/Archiv
Aus dem Dorfgemeinschaftshaus in Jübberde wurde eine neue Kita gemacht. Foto: Heinig/Archiv

Aktuell seien in der Gemeinde sogar noch einige Krippen- und Kindergartenplätze frei, sodass den Eltern – zum Beispiel bei Zuzug – auch im laufenden Jahr ein Betreuungsplatz angeboten werden kann. Denn: „Sollte der Bedarf an Kindergartenplätzen im laufenden Kita-Jahr nicht ausreichen, können wir in unserer neuen Kita Jübberde umgehend die zweite Gruppe eröffnen“, schreibt Bäuerle. Das dortige Dorfgemeinschaftshaus war Anfang des Jahres zu einer Kita umgebaut worden und hat nun Anfang August, pünktlich zu Beginn des neuen Kita-Jahres, eröffnet.

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