Infrastruktur Sanierung der Brücke am Pilsumer Weg in Greetsiel geht voran
Die Sanierung der Brücke am Pilsumer Weg in Greetsiel geht gut voran. Bald soll sie wieder freigegeben werden.
Greetsiel - Marode Spundwände, alte Geländer: Schon seit langer Zeit war die Brücke am Pilsumer Weg in Greetsiel in einem schlechten Zustand. Jetzt schreiten die seit April laufenden Sanierungsarbeiten voran. Das teilt Gemeindesprecher Oliver Janssen mit. Demnach wird die Fertigstellung der Brücke für Ende November 2024 angesetzt.
Nachdem die grundlegenden Arbeiten, einschließlich umfangreicherer Verlegungen von Versorgungsleitungen und dem Einbau der Spundwände, erfolgreich abgeschlossen wurden, wird ab Anfang September die nächste Bauphase eingeleitet. In diesem Schritt werden laut Mitteilung die Bohrpfähle gesetzt, die als Basis für die anschließende Errichtung der Widerlager dienen. Diese sind entscheidend für den Unterbau der Brücke. Danach folgt die Errichtung des Überbaus, der die Brücke vervollständigen wird. Die Umleitungsrouten über die Pferdekoppel und die Mühlenstraße bleiben weiterhin in Betrieb, so Janssen.
Kosten: 630.000 Euro
Die Brückensanierung wird durch Fördermittel aus dem Städteprogramm „Historischer Ortskern Greetsiel“ finanziert. Diese Fördermittel in Höhe von rund 420.000 Euro werden zu gleichen Teilen von Bund und Land getragen. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 630.000 Euro, das letzte Drittel der Kosten, 210.000 Euro, finanziert die Gemeinde selbst.
Die Gemeinde Krummhörn wurde im Jahr 2015 mit dem Sanierungsgebiet „Greetsiel - Historischer Ortskern“ im Städtebau-Förderungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Eigentlich war 2022 noch geplant, mit diesen Mitteln den Greetsieler Marktplatz am Alten Siel neuzugestalten. Da für dieses Vorhaben allerdings einige alte Kastanien am Platz gefällt werden sollten, regte sich Widerstand im Ort. Darum legte die Gemeinde die Pläne zur Umgestaltung beiseite. Stattdessen wurde in die Sanierung der maroden Brücke am Pilsumer Weg investiert, ansonsten wären die bereits beantragten Fördermittel verfallen.