Remis bei Phönix  Kickers Emden verpasst in Lübeck den Sieg

| | 03.09.2024 21:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Tor von Tido Steffens reichte für Kickers nicht zum Auswärtssieg. Archivfoto: Doden/Emden
Das Tor von Tido Steffens reichte für Kickers nicht zum Auswärtssieg. Archivfoto: Doden/Emden
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Da war mehr drin: Nach einem insgesamt überlegen geführten Auswärtsspiel reichte es für den Fußball-Regionalliga-Aufsteiger Kickers Emden bei Phönix Lübeck nur zu einem 1:1 (0:0).

Lübeck - In der Nachholpartie vom ersten Spieltag musste sich Kickers Emden bei Phönix Lübeck mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Der BSV war am Dienstagabend beim letztjährigen Tabellendritten die bessere Mannschaft und erspielte sich auch die größeren Möglichkeiten. „Das war ein richtig gutes Auswärtsspiel von uns. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und wenig zugelassen. Leider waren wir beim Gegentor einmal zu unaufmerksam“, ärgerte sich auch Trainer Stefan Emmerling über den verpassten Dreier

Er nahm drei Veränderungen in der Startelf vor. Für Innenverteidiger Fabian Herbst feierte Neuzugang Niklas von Aschwege sein Debüt in der Anfangsformation. Herbst hatte über Knieprobleme geklagt und war gar nicht erst mit nach Lübeck gereist. Der zuletzt nach seinen Einwechslungen stets überzeugende Michael Igwe bekam seine Chance von Anfang an für Tobias Steffen. Zudem rückte Julian Stöhr für Janek Siderkiewicz in die erste Elf. Siderkiewicz stand bereits auf dem Spielberichtsbogen, verspürte nach dem Aufwärmen aber ein leichtes Ziehen.

Starke Emder Anfangsphase

Die Emder legten los wie die Feuerwehr, wollten gleich in der Anfangsphase ein Tor vorlegen. Tido Steffens wurde in der dritten Minute in guter Position im Strafraum am Schuss gehindert, nur eine Minute später tauchte er erneut vor dem Lübecker Tor auf, traf den Ball aber nicht richtig, so dass Gästekeeper Schneider klären konnte. Nach der starken Anfangsphase wurde es etwas ruhiger, wobei Kickers hinten überhaupt nichts zuließ. Mitte der ersten Halbzeit gab es zwei strittige Szenen. Pascal Steinwender (26.) und David Schiller (29.) setzten jeweils zum Torjubel an, wurden aber jeweils vom Abseitspfiff des Schiedsrichters gestoppt.

Nach einem Zusammenprall von Valdemar Sadrifar mit Michael Igwe (36.) gab es eine längere Behandlungspause, der Lübecker musste ausgewechselt werden und wurde mit dem Krankenwagen abgeholt. Den fälligen Freistoß für die Emder flankte Dennis Engel stark in den Strafraum, doch den Kopfball von David Schiller konnte Torhüter Schneider noch so eben abwehren.

Kickers Emden: Bergmann, Engel, Dietrich, von Aschwege, Podolski, Kaissis, Stöhr, Igwe (73. Schmidt) Steinwender (65. Eickhoff), Schiller (74. Abbey), Steffens.

Tore: 0:1 Steffens (80.), 1:1 Ihde (82.)

Steffens mit großer Chance

Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste er erneut sein Können zeigen, als Tido Steffens nach Vorlage von Pascal Steinwender nur knapp die Emder Führung verfehlte. Der erste Durchgang ging ganz klar an den BSV.

Auch nach dem Wechsel waren die Emder stark am Drücker. Nach einer Flanke von Dennis Engel verpasste erneut Kapitän Tido Steffens (53.) mit einem Kopfball das 1:0. In der 66. Minute hätte Lübecks Leander Fritzsche (65.) das Ergebnis beinahe auf den Kopf gestellt. Der Angreifer ließ Niklas von Aschwege alt aussehen, aber Keeper Marcel Bergmann war zu Stelle.

Führung nach einer Ecke

Die Emder wollten sich nicht mit einem Remis begnügen. Nach einer Ecke des eingewechselten Mika Eickhoff landete der Ball über Marten Schmidt am langen Pfosten bei Tido Steffens (79.), der aus ganz kurzer Distanz nur noch einzunicken brauchte.

Doch wer nun dachte, die Emder würden die Führung in Ruhe nach Hause spielen, wurde enttäuscht. Beim direkten Gegenzug schlug es im Kickers-Gehäuse ein. Auf der linken Seite hatte Lübeck viel zu viel Platz, die scharfe Flanke landete bei Anton Ihde (80), der zum 1:1-Endstand einschieben konnte. Danach prasselte noch ein starker Schauer herunter, auf dem Spielfeld konnte keine Mannschaft mehr große Akzente setzen.

„Die Spieler gehen mit hängenden Köpfen vom Feld, das ist ja auch ein gutes Zeichen. Wir wollten hier unbedingt etwas mitnehmen. Das ist uns gelungen, aber trotzdem sind wir enttäuscht“, so Emmerling.

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