Osnabrück Sozialverband-Chefin: Höhere Sozialabgaben für Top-Verdiener entlasten mittlere Einkommen
2025 könnte die Bemessungsgrenze für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung deutlich steigen. Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), begrüßt das Vorgehen und fordert weitere Erhöhungen.
Ein aktueller Entwurf des Bundesarbeitsministeriums sieht künftig deutlich höhere Sozialabgaben für Besserverdienende vor. Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeigt sich angesichts dessen zufrieden: „Die jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen ist ein notwendiger Schritt zur Stabilisierung der beitragsfinanzierten Sozialversicherungen“, sagte Engelmeier im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Beitragsgrenze soll bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung von derzeit 7.550 Euro in den westlichen Bundesländern und 7.450 Euro in Ostdeutschland auf einheitlich 8.050 Euro angehoben werden. In der gesetzlichen Kranken- und der Pflegeversicherung wird nach den Plänen des Arbeitsministeriums die Beitragsbemessungsgrenze bei 5.512 Euro brutto im Monat statt bisher 5.175 Euro liegen.
Insbesondere diese Anhebung begrüßt die Chefin des Sozialverbands. „Wir fordern seit langem, diese Grenze mindestens auf das Niveau der Rentenversicherung anzuheben.“ Auf diese Weise würden höhere Einkommen stärker an der Finanzierung beteiligt werden, Lasten gerechter verteilt werden und unterer und mittlere Einkommen entlastet. „Das ist nicht nur in Zeiten knapper Kassen richtig“, so Engelmeier.