Jugendlicher angeklagt  14-jähriger Friesoyther wegen schwerer Straftaten vor Gericht

Franz-Josef Höffmann
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Von Franz-Josef Höffmann
| 04.10.2024 15:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein 14-jähriger Friesoyther musste sich vor dem Amtsgericht Cloppenburg verantworten. Archivfoto: Höffmann
Ein 14-jähriger Friesoyther musste sich vor dem Amtsgericht Cloppenburg verantworten. Archivfoto: Höffmann
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Trotz seines jungen Alters wird ihm eine Reihe schwerwiegender Straftaten zur Last gelegt, darunter schwerer Menschenraub, versuchter Raub und Körperverletzung. Nun stand er vor Gericht.

Friesoythe/Cloppenburg. Obwohl er gerade erst strafmündig ist, soll ein 14-Jähriger aus Friesoythe schon etliche äußerst schwere Straftaten begangen haben. In einem Verfahren vor dem Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht war die Rede von einem schweren Menschenraub, versuchtem Raub und Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Anklagen gegen den 14-Jährigen im Gepäck gehabt.

Im Sinne dieser drei Anklagen ist der 14-Jährige auch schuldig gesprochen worden. Was soll und muss nun mit ihm geschehen? Dem 14-Jährigen kam am Ende eine Besonderheit des Jugendstrafrechts zugute. Die Entscheidung über die Verhängung einer Jugendstrafe (mit oder ohne Bewährung) wurde vertagt. Das Gericht will die nächsten Monate abwarten, um zu schauen, wie sich der 14-Jährige entwickelt. Das kommt einer Art Vorbewährung gleich.

Unter Einfluss eines anderen Täters

Durchsteht der junge Angeklagte diese Vorbewährungszeit nicht, muss er mit einer harten Jugendstrafe rechnen. Um die Zeit bis zur endgültigen Entscheidung zu überbrücken, muss der 14-Jährige an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen. Den Feststellungen zufolge stand der 14-Jährige bei vielen Taten unter dem Einfluss eines jungen Intensivtäters aus Friesoythe. Gemeinsam lockte man Gleichaltrige in den Hinterhalt oder schubste diese vom Fahrrad, um sie dann auszurauben.

Der Intensivtäter ist in einem gesonderten Verfahren bereits zu einer Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Auf sein Konto und auf das des jetzigen Angeklagten ging auch der Menschenraub. Ein Opfer konnte nicht zahlen. Dann wurde es so lange festgehalten, bis die Schwester des Opfers Geld brachte. Das alles waren gemeinsame Taten. Der 14-Jährige kann es aber auch alleine. Im April dieses Jahres soll er einem Gleichaltrigen die Nase gebrochen und davon einen Handyfilm angefertigt haben.

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