„Up Visite“ in Greetsiel  So geht es mit dem insolventen Pflegeheim weiter

| | 17.10.2024 12:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das ehemalige Pflegeheim „Up Visite“ in Greetsiel. Die Immobilie soll nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens verkauft werden. Foto: Wagenaar
Das ehemalige Pflegeheim „Up Visite“ in Greetsiel. Die Immobilie soll nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens verkauft werden. Foto: Wagenaar
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Das Pflegeheim „Up Visite“ in Greetsiel ist insolvent. Jetzt macht der Insolvenzverwalter bekannt, was mit der zugehörigen Immobilie im Ortskern passieren soll.

Greetsiel - Das Pflegeheim und der dazugehörige Pflegedienst „Up Visite“ aus Greetsiel sind insolvent. Die Pflegeeinrichtung musste bereits zum Ende des Monats Mai 2024 schließen. Die Bewohner mussten sich eine neue Unterbringung, Kunden des Pflegedienstes einen anderen Dienstleister suchen. Ein entsprechendes Insolvenzverfahren wurde zum 1. Mai 2024 eröffnet. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

„Die ehemaligen Bewohner haben in der Zwischenzeit alle einen neuen Betreuungsplatz gefunden. Nach unserer Kenntnis haben auch die Mitarbeiter mittlerweile neue Anstellungen angetreten, was uns natürlich sehr freut“, schreibt der zuständige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH auf Nachfrage. Derzeit bearbeiteten er, seine Kolleginnen Christine Behrens und Katrin Goerke das Insolvenzverfahren planmäßig weiter. Dazu gehöre unter anderem die Prüfung der angemeldeten Forderungen und weiterer rechtlicher Ansprüche. Der Abschluss des Verfahrens sei derzeit noch nicht absehbar, so Christian Kaufmann. Außerdem suche der Insolvenzverwalter nun einen Käufer für die Immobilie in der Inselstraße.

„Up Visite“ war letzte Senioreneinrichtung in Greetsiel

„Up Visite“ war die letzte verbliebene Senioreneinrichtung in Greetsiel, nachdem das „Seniorenhuus“ bereits geschlossen worden war. Zu den Leistungen des ambulanten Pflegedienstleisters gehörten unter anderem die Grundpflege, die Behandlungspflege sowie die Urlaubspflege. „Up Visite“ bot zwei Wohngemeinschaften für bis zu 20 Personen an und betreute rund 60 Patienten ambulant.

Die Schließung der Einrichtung war in Greetsiel mit wenig Begeisterung aufgenommen worden. Krummhörns Seniorenbeauftragter Hermann Oost zeigte sich im Mai nach Bekanntwerden der Schließung damals im Gespräch mit dieser Zeitung schockiert und entsetzt. Die Krummhörn habe auch schon vor der Insolvenz dringend Pflegeplätze für Senioren und Menschen mit Behinderung gebraucht. Eine Tatsache, die neben den Pflegebedürftigen selbst vor allem die Angehörigen belaste. Eine Einrichtung zu schließen sei das „Allerschlimmste“ was passieren kann, eine „Schande für die Gemeinde“, so Oost im Mai.

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