1:2-Niederlage  Leer kämpft aufopferungsvoll, aber alle Punkte für Melle

Helmut Borgmann und Matthias Herzog
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Von Helmut Borgmann und Matthias Herzog
| 20.10.2024 19:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Malte Eden (Mitte) kann sich in dieser Szene durchsetzen, am Ende reichte es erneut nicht. Foto: Doden/Emden
Malte Eden (Mitte) kann sich in dieser Szene durchsetzen, am Ende reichte es erneut nicht. Foto: Doden/Emden
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Germania Leer hält in der Fußball-Landesliga oft ordentlich mit, am Ende reicht es aber nicht für Zählbares. Der SC Melle entführte beim 2:1 (1:0) am Sonntagnachmittag drei Zähler.

Leer - Knapp vorbei ist auch daneben. Daher bleibt Fußball-Landesliga-Aufsteiger Germania Leer weiterhin mit den mageren zwei Punkten am Tabellenende. Gegen den SC Melle versuchten die Germanen in der zweiten Halbzeit alles, am Ende stand erneut eine knappe 1:2 (0:1)-Niederlage. Auch wenn die Situation sehr schwierig ist, hatte Trainer Erhan Colak vor der Partie vor rund 100 Zuschauern die Marschroute ausgegeben, punktemäßig etwas mitzunehmen.

Seine Mannschaft tat sich allerdings schwer, die Gäste waren klar spielbestimmend und hatten im Mittelfeld häufig ein deutliches Übergewicht. Obwohl Melle deutlich mehr Ballbesitz besaß, fehlte oft der gefährliche Pass in die Spitze. Aufpassen musste Germania immer, wenn Gäste-Angreifer Simon James mit im Spiel war. In der 10. Minute hätte er beinahe einen Elfmeter herausgeholt, und in der 30. Minute musste Germania-Torhüter Anwar Abbas Khidir Al Murad schon sein ganzes Können zeigen, als er den Schuss von James noch so eben aus dem Winkel fischte.

Da war mehr drin: Erhan Colak muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Foto: Doden/Emden
Da war mehr drin: Erhan Colak muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Foto: Doden/Emden

Gasteführung durch einen Foulelfmeter

In der 38. Minute fiel dann die Gästeführung. Nach einem Steilpass auf Jan Lehmkuhl kam Keeper Al Murad einen Schritt zu spät und foulte den Meller Spieler. Nach dem er die Gelbe Karte gesehen hatte, war der Leeraner Torhüter dann gegen den flach links unten geschossenen Elfmeter chancenlos.

Spieldaten

Germania Leer: Al Murad, Yobouet (75. Schick), Shevchenko (84. Charles), Kruth, Antonenko, Kaßmann, Nazari (75. Fomychov), Eden, Drehaj (66. Mdayhli), Cesnocov, Gliga.

Tore: 0:1 Strehl (38./Foulelfmeter), 0:2 Ahrens (52.), 1:2 Gliga (55.).

Als Julian Ahrens (52.) kurz nach der Pause einen Kopfball zum 0:2 versenkte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch fast im direkten Gegenzug machte es Eugeniu Gliga (55.) mit einem Kopfball nach Flanke von Diamant Dreshaj wieder spannend. Danach haute Germania Leer alles raus, stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Zu einem Punktgewinn sollte es aber nicht mehr reichen.

Da war mehr drin: Erhan Colak muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Foto: Doden/Emden
Da war mehr drin: Erhan Colak muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Foto: Doden/Emden

„Mit der Einstellung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Am Ende geht der Sieg von Melle in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht, müssen uns dann leider aber nach großem Kampf erneut geschlagen geben“, erklärte Germania-Coach Erhan Colak. Die nächste Partie steht am Freitag mit dem Derby in Firrel an.

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