So lief es in der Frauen-Oberliga  TiMoNo belohnt sich für starke Leistung mit 3:1-Heimsieg

Ulrich Hebig
|
Von Ulrich Hebig
| 21.10.2024 12:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Mit einer starken Mannschaftsleistung siegte der SV TiMoNo. Archivfoto: Doden/Emden
Mit einer starken Mannschaftsleistung siegte der SV TiMoNo. Archivfoto: Doden/Emden
Artikel teilen:

Das Spitzenspiel gegen den FC Jesteburg-Bendestorf war auf hohem Niveau. Tabellenführer Aurich feierte den neunten Sieg im neunten Spiel. Der Glanz fehlte aber.

Ostfriesland - Beiden Fußball-Frauen-Oberligisten gelangen Siege mit zwei Toren Abstand bei allerdings unterschiedlichen Spielverläufen. Während der noch verlustpunktfreie Tabellenführer SpVg Aurich eine niveauarme Partie mit zwei frühen Toren bei der TSG 07 Burg Gretesch gewann, lieferte TiMoNo eine starke Leistung beim 3:1-Heimsieg gegen einen schweren Gegner, den FC Jesteburg-Bendestorf, ab und obsiegte letztlich verdient.

SV TiMoNo – FC Jesteburg-Bendestorf 3:1 (1:0)

Eine auf hohem Niveau stehende Partie entschied die Heimelf aufgrund einer enorm willensstarken Leistung mit 3:1 für sich. Der südlich Hamburgs gelegene Verein entpuppte sich als unbequemer, sehr spielstarker Gegner, der TiMoNo eine Menge abverlangte. Das Spiel begann mit einer großen Gelegenheit für Lea Siemens, die sich auf der rechten Seite gegen ihre Gegenspielerin durchgetankt hatte. Ihr Abschluss innerhalb des Strafraums verpasste ihr Ziel nur um Haaresbreite. Der Führungstreffer fiel zehn Minuten später, als Siemens uneigennützig auf die von Beginn an stürmende Marike Hebig passte, die mit ihrem Schuss, an dem die Torhüterin Lisa Fischer noch dran war, erfolgreich war. Mitte der ersten Halbzeit fuhr der Sportverein einen Angriff mit Potenzial, der jedoch in letzter Sekunde abgefangen wurde. Ansonsten blieb die Begegnung zwar intensiv, bis auf einen Abschluss der Gäste kurz vor der Pause durch die von Eintracht Lüneburg zugewanderte Nina Bichler (FC) – sie verzog nach links – ergaben sich aber keine nennenswerten Chancen mehr.

Die Ostfriesinnen behielten ihr hohes Engagement auch nach dem Wechsel gegen die druckvollen Gäste bei. Zudem hatten sie in ihrer Torfrau Rieke Bennen einen extrem sicheren Rückhalt. So reagierte sie im Eins gegen Eins gegen eine durchgebrochene Angreiferin glänzend und durfte sich dafür feiern. Kurz zuvor hatte Siemens auf Liska Rehbock durchgesteckt, deren Schuss aber zu harmlos blieb. Nach einem Missverständnis zweier SV-Abwehrspielerinnen und ihrem nicht energischen Eingreifen kam wieder Bichler an den Ball und traf mit einem nicht haltbaren, satten Schuss ins linke obere Eck.

TiMoNo geriet kurz ins Schwimmen, maßgeblich auf der rechten Abwehrseite taten sich große Räume auf. Doch beendete ein cleveres Zuspiel Siemens´ auf Hebig diese Zeit der Unsicherheit. Letztere traf aus kurzer Distanz. Zehn Minuten vor dem Ende tat sich für sie eine weitere Möglichkeit auf, die allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Den Sack zu machte schließlich die unermüdliche Lina Wallbaum, die eine zu kurze Rückgabe erlief und von der Strafraumgrenze eiskalt traf. Den Schlusspunkt setzte Bendestorf in der Nachspielzeit. Doch wiederum Bennen sowie der Außenpfosten verhinderten einen weiteren Gästetreffer.

Die Gastgeberinnen behaupteten und sicherten mit einem starken Auftritt des gesamten Teams den zweiten Tabellenrang gegen einen mehr als ernstzunehmenden Spielpartner.

TiMoNo: Bennen; Schlegel, Rehbock (94. Ammermann), Eden, Hebig (90. Seeger), Siemens (86. Soons), Feeken, Schwarzer (58. van Göns), Hasnik, Jetses, Wallbaum.

Tore: 1:0 Hebig (14.), 1:1 Bichler (56.), 2:1 Hebig (60.), 3:1 Wallbaum (90.).

TSG 07 Burg Gretesch – Spielvereinigung Aurich 0:2 (0:2)

Bereits nach 13 Minuten stand das Endresultat im Auswärtsspiel der Sportvereinigung bei der TSG 07 fest. Aylin Rewohl und Emily Reens hatten mit Weitschüssen getroffen, bei denen Schlussfrau Alisa Ostwald nicht gerade den sichersten Eindruck vermittelte. Dass das Ergebnis gegen einen schwachen Kontrahenten so minimalistisch ausfiel, hatte diverse Ursachen.

Zum einen hatte den Auricherinnen die lange Spielpause nicht sonderlich gutgetan. Zum anderen passten sie sich dem schwachen Niveau der Gegnerinnen weitgehend an. Zwei frühe Wechsel bereits zur Pause lieferten Indizien für eine gewünschte Veränderung der Struktur. Über 90 Minuten waren die Burg Gretescherinnen nicht ansatzweise gefährlich. Aber auch die Auricher Vorstellung entsprach nicht den Erwartungen ihrer Trainer. „Das war nicht das, was wir spielen wollten“, monierte Co-Trainer Tammo Pfeiffer. „Die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit. Aber jetzt haben wir am Wochenende schon wieder spielfrei, sodass der Rhythmus wieder unterbrochen wird.“

Aurich: Götz; Hankl, Brühl, Reens (45. Schurwonn), Kersten, Minne (65. Frisch), Hoffmann (82. Musal), Assing (45. Mathes), Okoroh, Rewohl, Wunder (73. Kreuz).

Tore: 0:1 Rewohl (6.), 0:2 Reens (13.).

Ähnliche Artikel