Hamburg  Welche Corona-Varianten im Umlauf sind – und wer sich impfen lassen sollte

Svana Kühn
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Von Svana Kühn
| 21.10.2024 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Coronavirus entwickelt ständig neue Varianten – und manche sind ansteckender als ihre Vorgänger. Foto: Unsplash/Markus Spiske
Das Coronavirus entwickelt ständig neue Varianten – und manche sind ansteckender als ihre Vorgänger. Foto: Unsplash/Markus Spiske
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Im Herbst beginnt die Impfsaison. Neben der Grippeimpfung wird auch eine Corona-Auffrischungsimpfung angeboten. Welche Varianten des Coronavirus sind aktuell im Umlauf? Wie gefährlich sind sie? Und wer sollte sich jetzt impfen lassen? Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Die Zahl der Atemwegserkrankungen hat Mitte Oktober im Vergleich zu den Vorjahren einen Höchststand erreicht. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Vor allem Rhinoviren und das Coronavirus sorgen demnach mit Herbstbeginn für viele Krankheitsfälle.

Aktuell sind die Varianten KP.3.1.1 und XEC vorherrschend. Beide sind Abkömmlinge der Omikron-Variante. Auch wenn XEC-Infektionen laut letzten Auswertungen mit 27 Prozent seltener vorkommen als KP.3.1.1-Infektionen (41 Prozent), gehen Experten davon aus, dass die Variante XEC in diesem Winter in den meisten Ländern die dominierende Variante sein wird. Japanischen Wissenschaftlern zufolge ist sie deutlich ansteckender als bisherige Varianten.

Die Variante XEC wurde in Deutschland erstmals im Juni 2024 nachgewiesen. Die Symptome ähneln nach bisherigen Erkenntnissen weitestgehend denen früherer Corona-Varianten: Demnach klagen Betroffene über Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch kann es weiterhin zu einem vorübergehenden Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns kommen.

Nun stellt sich die Frage: Impfen, oder nicht? Laut RKI „wird keine Erhöhung der Krankheitsschwere beobachtet“, auch nicht bei XEC. Zudem habe ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland mittlerweile eine Basisimmunität erlangt. „Eine Basisimmunität ist erreicht, wenn drei Sars-CoV-2-Antigenkontakte erfolgt sind“, schreibt das RKI. Davon sollte mindestens ein Kontakt durch eine Impfung erfolgt sein.

Die Basisimmunität schützt jedoch nur vor schweren Verläufen. Das heißt nicht, dass man sich deshalb nicht mehr anstecken kann. Folgenden Gruppen rät die Ständige Impfkommission (Stiko) dennoch zu jährlichen Auffrischungsimpfung:

Gesunden Erwachsenen unter 60 Jahren sowie Menschen, die sich in diesem Jahr bereits mit Corona infiziert haben, empfiehlt die Stiko keine jährliche Auffrischimpfung – sie rät aber auch nicht ausdrücklich davon ab.

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