Royaler Besuch Königin Máxima eröffnet Fabrik in Delfzijl
Dafür kommt sogar Königin Máxima an die Ems: Das Unternehmen Avantium hat im niederländischen Delfzijl eine neue FDCA-Fabrik eröffnet. Aber was steckt eigentlich hinter dem Projekt?
Delfzijl - Royaler Besuch an der Emsmündung: Die niederländische Königin Máxima war am Dienstag in Delfzijl zu Gast, um dort eine neue Fabrik des Unternehmens Avantium zu eröffnen. Die Frau von König Willem-Alexander wurde von der niederländischen Klimaministerin Sophie Hermans begleitet und erhielt nach der offiziellen Eröffnung eine Führung durch die Anlage, wie Avantium mitteilte. Im dunklen Kleid und mit passendem Hut gab Máxima ein doch etwas ungewöhnliches Bild ab, als sie auf ein extra dafür bereitgestelltes Podest trat und an einem Ventilrad drehte, um die Fabrik offiziell in Betrieb zu nehmen.
Aber was plant Avantium eigentlich in Delfzijl? In der neuen Fabrik soll FDCA (Furandicarbonsäure) produziert werden – eine chemische Verbindung, die wiederum den Grundstoff für PEF, ein zu 100 Prozent pflanzliches und recyclbares Polymer, bilde, heißt es vom Unternehmen. PEF sei vielseitig einsetzbar, etwa für Verpackungen und Textilien. In PEF verpackte Lebensmittel seien aufgrund der Eigenschaften des Materials auch länger haltbar als etwa in dem von Getränkeflaschen bekannten PET. Die höhere Festigkeit des Materials ermögliche es zudem, dünnere Verpackungen zu nutzen und somit Ressourcen zu sparen, heißt es von Avantium.
Das Unternehmen hatte bereits im September Pläne für eine Fabrik zur Herstellung von PEF als „Pilotprojekt“ in Geleen im Südosten der Niederlande vorgestellt. Nahe der deutschen Grenze bei Aachen betreibt das Unternehmen auch bereits eine FDCA-Pilotfabrik. Den am Dienstag offiziell eröffneten Standort in Delfzijl bezeichnet Avantium nun als „Flaggschiff“ für die Produktion von FDCA. Avantium ist nach eigenen Angaben weltweit das erste Unternehmen, das FDCA und PEF in großem Stil produziert.