Hamburg  Rente zu niedrig? Mit diesen Anträgen lässt sie sich aufbessern

Hannah Baumann
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Von Hannah Baumann
| 23.10.2024 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Für die Aufbesserung der Rente gibt es verschiedene Anträge, die Renter berücksichtigen können. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Für die Aufbesserung der Rente gibt es verschiedene Anträge, die Renter berücksichtigen können. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Wenn die Rente knapp ist, gibt es einige Möglichkeiten, sie über Anträge aufzubessern. Sozialamt, Pflegekasse und Krankenversicherung bieten umfassende Leistungen. Alles Wichtige zu den Voraussetzungen und Antragswegen im Überblick.

Für die Aufbesserung der Rente gibt es eine Reihe von Leistungen – vom Sozialamt, der Pflegekasse oder der Krankenversicherung – die beantragt werden können. Diese vier Anträge sollten Sie kennen.

Der Antrag auf Grundsicherung ist für Renter gedacht, die mit ihrer Rente und dem Vermögen nicht den eigenen Bedarf decken können. Beim Sozialamt kann der Antrag gestellt werden und die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) stellt auf ihrer Website eine Faustregel auf: Eine Prüfung lohnt sich, wenn das Einkommen unter 1.062 Euro im Monat liegt. Das Amt entscheidet dann je nach Einzelfall über die Höhe der Zahlung.

Das soll die Grundsicherung abdecken:

Wie viel Geld letztlich ausgezahlt wird, richtet sich nach dem eigenen Einkommen und Vermögen, dem des Partners und nach der Region. Je höher die Mietpreise, desto höher fällt auch die finanzielle Unterstützung aus.

Den staatlichen Zuschuss für Wohnraum erhalten Rentner, deren monatliches Nettogesamteinkommen unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt. Das gilt für Mieter sowie einkommensschwache Rentner mit Eigenheim. Diese erhalten laut dem Bundesministerium für Gesundheit Wohngeld in Form eines sogenannten Lastenzuschusses. Der Antrag muss bei der zuständigen Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung eingehen.

Dabei hängt die Höhe des Wohngeldes von mehreren Faktoren ab: dem Haushaltsgesamteinkommen, der Miete und der Anzahl der Haushaltsmitglieder. Allerdings zählt nicht die tatsächliche Miete, sondern die sogenannte Mietstufe. Mit dem Wohngeldrechner des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen lässt sich herausfinden, ob und wie viel Anrecht auf Wohngeld besteht.

Bis zu 4.000 Euro Zuschuss können ausgeschüttet werden, wenn Sie „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ durchführen lassen wollen. Zu solchen Maßnahmen zählen beispielsweise die Installation von Rampen und Treppenliften, Türverbreiterungen, aber auch der barrierefreie Umbau des Badezimmers.

Wenn ein Rentner von einem Angehörigen gepflegt wird, erhalten die Familienmitglieder von der Krankenkasse Pflegegeld. Die Höhe des Pflegegeldes hängt davon ab, welchen Pflegegrad der Senior hat. Pro Monat sind 2024 laut dem Bundesministerium für Gesundheit folgende Beträge vorgesehen:

Wer als Rentner gesetzlich krankenversichert ist, muss zu bestimmten verordneten Medikamenten, Hilfsmitteln und Behandlungen Zuzahlungen leisten. Von allen Ausgaben, die über die Belastungsgrenze von zwei Prozent des Familien-Bruttoeinkommens hinausgehen, kann man sich für den Rest des Jahres befreien lassen.

Für beispielsweise eine Reha, einen Rollator oder ein spezielles Arzneimittel würde die Krankenkasse diese Kosten tragen. Bei der Berechnung der Belastungsgrenze gelten laut AOK 2024 folgende Freibeträge für Angehörige, die im gemeinsamen Haushalt leben:

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