19.000 Euro hinterzogen  Mann aus Großefehn kassiert zu Unrecht Wohngeld

Bettina Keller
|
Von Bettina Keller
| 28.10.2024 15:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Vor dem Amtsgericht Aurich ging es um Betrug. Foto: Archiv/Ortgies
Vor dem Amtsgericht Aurich ging es um Betrug. Foto: Archiv/Ortgies
Artikel teilen:

Weil er fast 19.000 Euro Wohngeld kassiert haben soll, das ihm nicht zustand, stand ein 70-Jähriger aus Großefehn vor Gericht. Am Montag fiel das Urteil.

Aurich/Großefehn - Ein 70-Jähriger aus Großefehn soll zwischen 2021 und 2023 Wohngeld in Höhe von knapp 19.000 Euro zu Unrecht bezogen haben. Mitte Juli 2024 flatterte ihm wegen Betrugs ein Strafbefehl des Amtsgerichts Aurich über 100 Tagessätze zu je 30 Euro, insgesamt 3000 Euro, ins Haus. Dagegen legte er Einspruch ein. Daher sollte die Sache vor Gericht verhandelt werden. Zu der Verhandlung am Montag, 28. Oktober 2024, war aber nur sein Verteidiger Niklas Sander erschienen.

Über den Verbleib seines Mandanten, der ordnungsgemäß geladen worden war, wusste der Rechtsanwalt nichts. Der Jurist war auch nicht bevollmächtigt, den Großefehntjer zu vertreten. Die Staatsanwältin beantragte, den Einspruch gegen den Strafbefehl zu verwerfen. Strafrichter Meyer gab dem Antrag statt. Nun muss der 70-Jährige die Geldstrafe über 3000 Euro bezahlen sowie dem Landkreis Aurich die hinterzogene Summe von 18.994 Euro zurückerstatten. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte kann Berufung oder Revision einlegen.

Ähnliche Artikel