Frauenfußball am Donnerstag Elfmeterdramen im Pokal – TiMoNo jubelt, Aurich ist raus
Der SV TiMoNo behielt in Broistedt nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit die Nerven. Die SpVg Aurich schied dagegen aus, wobei Göttingens Keeperin im Elferschießen Gelb-Rot sah.
Ostfriesland - Der SV TiMoNo machte es wie in der ersten Frauenfußball-Pokalrunde spannend und setzte sich beim FC Pfeil Broistedt erst nach Elfmeterschießen 6:4 durch. Nachdem es nach der regulären Spielzeit 1:1 gestanden hatte, zeigten die Gäste keinerlei Nerven und verwandelten alle Elfmeter, während eine Gegnerin verschoss. Die SpVg Aurich hatte so ihre Schwierigkeiten mit Rot-Weiß Göttingen und musste letztlich auch ins Elfmeterschießen, das allerdings 4:5 verloren ging. Eine Auricherin scheiterte.
FC Pfeil Broistedt – SV TiMoNo 4:6 n. E. (1:1, 0:0)
Obwohl Trainer Jan-Henrik Koppelkamm zu Beginn nicht seine Bestbesetzung auflaufen ließ, entwickelte sein Team in der ersten Viertelstunde enormen Druck und schnürte die „Pfeile“ in der ersten Hälfte ein. Spielerisch war es den Gastgeberinnen deutlich überlegen. Ein Torschuss von Larissa Jetses konnte zur Ecke geklärt werden, die aber nichts einbrachte. Ein Versuch aus zehn Metern wurde zur Beute von Schlussfrau Sarah Gottsleben. Zweier Verletzungen wegen dauerte die erste Hälfte acht Minuten länger.
Zur Pause wurden Lea Siemens, Tomke Hasnik sowie Michelle van Göns eingewechselt. TiMoNo hatte weiterhin die größeren Spielanteile, Broistedt verteidigte konzentriert – bis zur 72. Minute, als der FC den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam und Lea Siemens sich gut durchsetzte: 0:1. Zehn Minuten später hätte sie nachlegen müssen. Dann die ominöse 88. Minute: Siemens verzog knapp, auf der Gegenseite spielte Melissa Tschapala mehrere Gegnerinnen aus, fasste sich ein Herz und zog zum Ausgleich von der Strafraumgrenze ab. Der Heimticker vermeldete: „Wenn das mal nicht der glücklichste Ausgleich der Geschichte des Broistedter Frauenfußballs ist.“ Nach 95 Minuten war dann Schluss.
Es ging ins Elfmeterschießen. Fabia Feeken, Lea Siemens, Anneke Kampen und Marike Hebig zeigten sich nervenstark. Die vierte Broistedter Schützin scheiterte an Anna-Maria Tews, die das Tor nach mehr als einem Jahr Verletzungspause hütete. Lisa Schlegel machte dann den Deckel zu. TiMoNo steht nun im Viertelfinale.
TiMoNo: Tews; Soons (46. van Göns), Schlegel, Rehbock, Eden, Ammermann (82. Kampen), Hebig, Feeken, Seeger (46. Siemens), Jetses, Wallbaum (46. Hasnik).
Tore: 0:1 Siemens (72.), 1:1 Tschapala (88.).
Rot-Weiß Göttingen – SpVg Aurich 5:4 n. E. (0:0)
Die Auricherinnen hatten nach langer Autofahrt gewisse Probleme mit der geistigen Frische und benötigten gut 20 Minuten, ins Spiel zu finden. Sie reagierten anstatt zu agieren. Ein Schuss von Marie Diekgerdes streifte die Latte, kurz darauf erzielte sie einen Treffer, der abseitsbedingt nicht zählte. Jule Götz im Auricher Kasten verhinderte Schlimmeres. Im Laufe des Spiels nutzten die Ostfriesinnen zwei, drei gute Möglichkeiten nicht, ebenso wie die Göttingerinnen.
Nach 90 Minuten stand das Elfmeterschießen an. Gleich den ersten Strafstoß vergaben die Gäste. Kurios ging es bei ihrem vierten zu. Dieser wurde verschossen, die Torhüterin Sabrina Pfeiffer hatte sich jedoch zu früh von der Linie gelöst. Wiederholung. Wieder verschossen, doch wieder zu früh bewegt. Dafür sah Pfeiffer die Gelb-Rote Karte. Eine Feldspielerin ersetzte sie. Endlich wurde der Elfmeter verwandelt. Das änderte aber nichts mehr am Sieg der Rot-Weißen, da auch ihre letzte Schützin traf.
Aurich: Götz; Mathes, Bürger (46. Okoroh), Hankl, Kreuz (53. Hoffmann), Schurwonn, Reens (57. Brühl), Kersten, Kempe (78. Vogel), Assing, Musal.