Fußball-Landesliga Trainerloses Germania Leer kassiert 1:9-Heimpleite
Nach dem 2:7 bei GW Firrel hat die Germania auch gegen den BV Garrel deutlich verloren. Nach einem Traumtor war nur kurz Hoffnung aufgekommen.
Leer - Im Meisterschaftsspiel der Fußball-Landesliga hatte der VfL Germania Leer am Sonntag den BV Garrel zu Gast. Ohne ihren etatmäßigen Trainer Erhan Colak, der wegen einer Blinddarm-OP passen musste, verloren die hoffnungslos unterlegenen Ostfriesen, die insgesamt vier A-Jugendspieler einsetzten, mit 1:9 Toren. Nach dem Halbzeitstand von 0:3 erlosch bei den Germanen am Ende jegliche Gegenwehr und deshalb mussten sie noch sechs weitere Gegentore hinnehmen.
Entsprechend frustriert zeigte sich nach Spielschluss auch Co-Trainer Jörg Romanowski. „Insgesamt war das heute eine desolate Leistung von uns. Leider haben viele Spieler noch nicht begriffen, dass wir um den Abstieg spielen und jeden Sonntag Vollgas geben müssen. In den kommenden Tagen müssen viele Einzelgespräche mit den Spielern geführt werden.“
Niederlage nach Torwart-Eigentor besiegelt
Die Ausgangssituation in diesem Match war klar. Die Gäste aus Garrel machten das Spiel und Germania lauerte auf Konter. Diese Taktik wurde aber schon in der 12. Minute zerstört, als Gerrit Ideler nach Steilpass in die Spitze zum 0:1 erfolgreich war. Danach drehten die Gäste so richtig auf und erspielten sich eine Torchance nach der anderen. Nach dem 0:2 in der 25. Minute erzielte Patrik Looschen mit einer herrlichen Direktabnahme aus zehn Metern das 0:3. Bis zur Pause fand Germania offensiv gar nicht statt.
Spieldaten
VfL Germania Leer: Demhartner (49. Al Murad), Gertze (46. Walocha), Shevchenko, Kruth, Antonenko (80. Karakurt), Kaßmann, Nazari, Butau, Fomychov (74. Slacki), Cesnocov, Gliga (70. Shikho)
Tore: 0:1 Ideler (12.), 0:2 Ostendorf (25.), 0:3/0:4 Looschen (44./52.), 1:4 Walocha (55.), 1:5 Eigentor Al Murad (59.), 1:6 Rahenbrock (67.), 1:7 Kolodziejski (80.), 1:8/1:9 Linzenberger (82./ 87.).
Auch nach dem Wechsel hielt die Überlegenheit der Gäste an, denn die Germania ließ sämtliche Tugenden vermissen. Von Wille, Leidenschaft und engagiertem Zweikampfverhalten war nur wenig zu sehen. Nach dem 1:4 durch einen herrlichen Treffer durch Marvin Walocha keimte zwar ein wenig Hoffnung auf, die jedoch nach einem Eigentor von Keeper Anwar Al Murad sofort wieder zerstört wurde. Danach begann das Schaulaufen der Gäste, die nun bei nur wenig Gegenwehr noch vier weitere Treffer zum Kantersieg erzielten.
Steffen Bury, Trainer des SV Garrel, zeigte sich nach Spielschluss sehr überrascht über den Spielverlauf. „Wir hatten insgesamt mit wesentlich mehr Gegenwehr gerechnet. Nach der hohen Halbzeitführung haben wir konzentriert weitergespielt und unser Spiel durchgezogen.“